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Konjunktur | w.news 03.2016

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03.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Konjunktur • Mobilität • Wirtschaftsfaktor Gesundheit •Advertorial B4B Themenmagazin (bisher Verlagsjournal wirtschaftinform.de) • März

Integrierte

Integrierte Parkraumbewirtschaftung wird eine Herausforderung für zukunftsorientierte Stadtentwicklungskonzepte darstellen. AUF DEM WEG ZUM „SMARTEN“ PARKEN Jede Stadt wird letztlich ihr eigenes „Smart Parking“-Konzept entwickeln müssen – heute oder in naher Zukunft. VO N B E R N D B I E N Z E I S L E R U N D S T E F F E N B R A U N Autos sind eigentlich zum Fahren da, aber ein näherer Blick auf die Fahrzeugnutzung zeigt, dass der Deutschen liebstes Fortbewegungsmittel etwa 95 Prozent der Zeit ungenutzt herumsteht. Damit dies überhaupt möglich ist, braucht es Parkraum. In Westeuropa finden sich etwa 300 Millionen Parkplätze, von denen circa 80 Prozent im öffentlichen Raum angesiedelt sind. Allein die Betriebs- und Wartungskosten dafür belaufen sich auf über 195 Milliarden Euro, von denen der Großteil öffentlich getragen wird. Dies zeigt, dass beim Parken gewaltige Kosten anfallen. Aber wie steht es um die Einnahmeseite? Hier gilt die Faustformel, dass die großen privaten Parkraumbewirtschaftungsgesellschaften in der Regel profitabel arbeiten. Die Privaten konzentrieren sich auf hochattraktive Flächen in den Ballungsräumen – geparkt werden muss aber auch in kleineren und weniger frequentierten Städten. Hier liegt die Parkraumbewirtschaftung oftmals in den Händen der Stadt oder der entsprechenden Stadtwerke. Und hier liegen die Erträge oft unter dem, was die Bereitstellung und der Betrieb des Parkraums kosten. Neben geringen Einnahmen liegt ein Grund in dem Vorhalten teurer Infrastrukturen für Automaten, Kassensystemen und Schrankenanlagen. Neue Technologien verändern das Parken Eine Frage wird sein, wie sich das Thema Parken im Zuge der Einführung und Nutzung neuer Technologien verändert. Bereits heute stehen leistungsfähige Daten und Sensorsysteme zur Unterstützung folgender Leistungen bereit: æ Elektronische Parkplatzreservierung æ Bargeld- und ticketloses Zahlen æ Roboter-gestützte Einparksysteme æ Auslastungsorientierte Preismodelle Es ist zu erwarten, dass sich im Zuge dieser Entwicklungen die Parklandschaft stark verändern wird. Von besonderem Interesse ist die Frage, ob der Parkraum- 20 w.news MÄRZ 2016

T I T E L anbieter künftig auch den direkten Zugang zum Kunden behält, oder ob sich neue Anbieter, zum Beispiel über entsprechende Reservierungsapplikationen, zwischen den Endkunden und den Parkraumanbieter „schieben“. In jedem Fall ist zu erwarten, dass es in Innenstädten künftig leichter sein wird, freien Park - raum zu finden und die Parkraumnutzung zu bezahlen. Im besten Fall wird man vom Navigationssystem auf die Parkfläche gelotst und zahlt automatisch beim Wegfahren mit einem bargeldlosen System. Integrierte Parkraumbewirtschaftung als Herausforderung Während die Großen der Branche sich seit längerem mit den oben genannten Technologie- und Markttrends beschäftigen, stehen viele kleinere Anbieter ganz am Anfang. Oftmals haben diese auch gar nicht die Ressourcen für umfangreiche Technologieinnovationen. Wie kann aber für kleinere Städte eine „smarte“ Parkraumbewirtschaftung aussehen? Eine Möglichkeit ist, dass Städte das Thema „Smart Parking“ sehr viel stärker als bisher als bedeutsames Element im Rahmen eines zukunftsorientierten Stadtentwicklungskonzeptes betrachten. Die Herausforderung besteht darin, integrierte und technikgestützte Parkraumbewirtschaftungskonzepte zu entwickeln, bei denen der vorgehaltene Parkraum auf der Straße mit dem Parkraum in Park - häusern preislich und kapazitätsmäßig abgestimmt wird. Dabei müssen auch Anwohnerparkflächen und verkehrsberuhigte Zonen berücksichtigt werden. Jede Stadt wird letztlich ihr eigenes „Smart Parking“-Konzept entwickeln müssen – heute oder in naher Zukunft. Kleinere Anbieter und Städte dürften vor allem dann von technologischen Entwicklungen profitieren, wenn die Technologie zur Nutzung der Parkplatzreservierung und Bezahlung nicht mehr physisch installiert werden muss, sondern in den Autos enthalten ist. Ein Auto, dass selbst erkennt, wann es wo parkt, kann diese Information an ein integriertes System weiterleiten. Zahlungssysteme könnten automatisiert und zentral vorgehalten werden, so dass Städte flexible und individuell abgestimmte Preissysteme entwickeln können. Teure Automaten und Schrankensysteme oder Kontrollpersonal würden dann der Vergangenheit angehören. Das ist die gute Nachricht. Dass das Parken dennoch günstiger wird, ist eher nicht zu erwarten. Dazu ist die Versuchung zu groß, mit dem Parken Geld zu verdienen, aber die Geschäftsmodelle werden mit Sicherheit neue Formen annehmen. „Kommunales Parken 2022“ am Fraunhofer IAO Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) hat hierzu mit verschiedenen kommunalen Unternehmen in Baden-Württemberg das Verbundforschungsprojekt „Kommunales Parken 2022“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, Methoden zur verbesserten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu erheben und innovative Ansätze für das kommunale Parkraummanagement der Zukunft zu entwickeln. Auch die Stadtwerke Heilbronn sind Projektpartner. Als einer der wenigen kommunalen Akteure sind die Stadtwerke Heilbronn beim Thema „Parken“ schon heute organisatorisch und wirtschaftlich gut aufgestellt, was eine gute Ausgangssituation für die Zukunft der Mobilität am Standort darstellt. DIE AUTOREN Steffen Braun ist Diplom-Ingenieur und Leiter des Competence Teams Urban Systems Engineering beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Bernd Bienzeisler ist Diplom-Sozial-Wissenschaftler und Mitglied im Competence Team Urban Systems Engineering beim Fraunhofer- Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Gewerbebau mit System: wirtschaftlich, schnell und nachhaltig konzipieren bauen betreuen. www.goldbeck.de GOLDBECK Süd GmbH, Niederlassung Stuttgart 70499 Stuttgart, Hemminger Straße 21 Tel. 07 11 / 88 02 55-0

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