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Digitalisierung | w.news 12.2015

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12.2015 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Digitalisierung • Unternehmensführung • Verlagsjournal wirtschaftinform.de

T I T E L Es gab eine

T I T E L Es gab eine – zwar eher kurze, aber nichtsdestotrotz prägende – Zeit in Deutschland, da konnte man sich kaum ein Büro ohne Faxgerät vorstellen. Technische Dokumente, Bildmaterial oder Briefe konnten plötzlich nahezu in Echtzeit übermittelt werden. Allein zwischen den Jahren 1988 und 1998 verzehnfachte sich die Zahl der Geräte in Deutschland. Auch im Jahr 2010 nutzte noch jeder fünfte Berufstätige die Technologie im Büro. Aber schon zur Hochzeit der Faxgeräte stand bereits die nächste Stufe der digitalen Revolution bereit, die das Faxgerät bald verdrängen sollte: das Internet. Es wurde schnell zum Standard einer neuen Kommunikation mit dem PC und später dem Smart phone als universellem Endgerät. Rückblickend ist das Faxgerät also eines der ersten „Opfer” der Digitalisierung. Grundlegende Veränderungen Mittlerweile ist die rasante Veränderung der Welt durch den digitalen Wandel nahezu überall spürbar. Fast alle Prozesse für Leben und Arbeiten sind durch die Digitalisierung der Lebenswelt einer unvermeidlichen Veränderung unterworfen – wie wir kommunizieren, wie wir einkaufen, wie wir arbeiten, wie wir produzieren, wie wir wohnen und wie wir mobil sind. Gleichzeitig ist der Wohlstand der Städte und Regionen unbestritten abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung und Prosperität, auch wenn diese engen Verflechtungen in der öffentlichen Argumentation oft nur unvollständig erfasst werden. Beispielsweise hat der Volkswagen-Skandal um digital manipulierte Abgasgrenzwerte in diesem Jahr einen direkten Einstellungsstopp ausgelöst – allerdings nicht im Konzern selbst, sondern in den Stadtverwaltungen von Wolfsburg und Ingolstadt. Am Audi-Standort Neckarsulm wird aus demselben Grund mit einem drastischen Rückgang der Gewerbesteuereinnahmen und in der Folge mit einem kommunalen Finanzierungsdefizit gerechnet. Was bedeuten diese Abhängigkeiten im Umkehrschluss? Jedes Unternehmen, und mag es am Markt auch noch so erfolgreich sein, wird in den nächsten Jahren Schwierigkeiten haben, wenn es nicht neue Fachkräfte und Manager für sich gewinnen kann, die in der Lage sind, in der digitalen Transformation zu bestehen und Kurs zu halten. Im Jahr 2020 werden bereits 50 Prozent aller weltweiten Arbeitsplätze von “Millenials” besetzt sein, also der Generation Y. Sie ist mit dem Internet groß geworden und hat damit veränderte Ansprüche an Familie und Lebensgestaltung. ”Prozesse für Leben und Arbeiten sind durch die Digitalisierung der Lebenswelt einer unvermeid - lichen Veränderung unterworfen. “ Neue Maßstäbe Die Digitalisierung der Arbeit hat hier eine Vielzahl neuer Möglichkeiten geschaffen: Flexible Arbeitszeiten, individuelle Arbeitsformen und anspruchsvollere Arbeitsumgebungen sind Symbole einer Wirtschaft, die weniger normativ denkt und das Kreativ- und Innovationspotenzial ihrer Mitarbeiter als Schlüsselressource erkannt hat. Die Qualität der digitalen Wertschöpfung eines Unternehmens, egal ob im Maschinenbau, in der Energieversorgung oder im Automotive- Sektor, hängt maßgeblich von diesen Kompetenzen ab. Damit geht es im Zuge der digitalen Revolution in Städten und Regionen um weit mehr als nur um den Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Egal ob in Berlin, in London, im Sili con Valley oder in der Region Heilbronn-Franken: Innovative Start-ups und “Digital Natives” werden sich meist dort ansiedeln, wo das Verhältnis zwischen Lebenshaltungskosten, Innovationsnetzwerken und urbanem Umfeld stimmt. Die Digitalisierung schafft so einen im mer globaleren Wettbewerb um Technologien, Talente und Toleranz – eine These, die der Wirtschaftsökonom Richard Florida bereits 2002 geprägt hatte. Miteinander von Online- und Offline-Handel bietet große Chancen Ein anderes anstehendes Handlungsfeld ist die Digitalisierung des lokalen Einzelhandels bei weiter wachsendem Volumen des E-Commerce mitsamt der dahinterliegenden Logistikprozesse. Viele bekannte, über Jahrhunderte gewachsene Versorgungsstrukturen, insbesondere aber die vom Einzelhandel geprägten Innenstädte, sind aktuell dabei sich grundlegend zu verändern. Studien prognostizieren bis 2020 eine Schließung von über 45.000 Einzelhandelsgeschäften in Deutschland. Dies entspricht rein rechnerisch jedem zehnten Geschäft in einer Innenstadtlage. Allerdings erwacht – wenn auch noch langsam – zunehmend die Erkenntnis, dass der zukünftige Weg nicht in einer Intensivierung der Konkurrenz von Off - line- und Online-Handel liegen kann. Vielmehr ist gerade ein neues Miteinander von Online- und Offline-Handel eine große Chance für jede Stadt und jede Region, um sich hier mit eigenen Lösungen, innovativen Konzepten und sichtbaren Maßnahmen überzeugend auf der Landkarte des digitalen Einzelhandels zu positionieren. Partnerschaftlich aktiv vorausdenken Für die aufgezeigten Herausforderungen der Digitalisierung gelten aber eini ge Voraussetzungen für langfristigen Erfolg, nämlich Systemdenken, Innovationsbereitschaft und neue Allianzen zwischen Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand. Eine fortschrittliche und wirt- 14 DezemBer 2015

T I T E L schaftsstarke Region, die in der digitalen Welt erfolgreich bestehen will, muss sich als Einheit verstehen, die partnerschaftlich ihren Weg in die nächsten Jahrzehnte aktiv vorausdenkt und angeht. Sinnvoll erscheint beispielsweise eine regionale Digitalisierungsstrategie mit Benennung eines “Chief Digital Offi cer” für den regionalen Wandel. Eben falls Erfolg versprechend ist die Gründung einer Innovationsagentur zur Vermittlung zwischen privaten und öffentlichen Interessen. Auch die in Heilbronn anstehende Bundesgartenschau 2019 mit dem neu entstehenden Modellquartier Neckarbogen und dem angrenzenden Gewerbegebiet Wohlgelegen kann ein “Zukunftslabor” für die Region und die ansässige Wirtschaft darstellen, in welchem nicht nur angestrebt wird, nachhaltiger und sozialer zu bauen, sondern das auch den digitalen und wirtschaftlichem Wandel bereits in ein neues urbanes “Betriebssystem” umsetzt. Zukunftsweisende Konzepte Das seit 2015 bestehende Kompetenzzentrum Logwert des Fraunhofer IAO und der Hochschule Heilbronn verfolgt dieses Ziel aktiv und hat jüngst die Bewilligung für ein ambitioniertes Leuchtturmprojekt in Heilbronn erhalten: Dort sollen im Rahmen des Reallabors BUGA:log ab 2019 selbstfahrende Transportfahrzeuge für die Nahversorgung des BUGA- Geländes eingesetzt werden, so dass dort das Verkehrsaufkommen reduziert wird. Spannende Forschungsfragen werden die Integration des Systems in das entsprechende Wohnquartier sowie die Ein - bindung und Erweiterung in ein ganzheitliches innovatives Mobilitäts- und Logistiksystem sein. Gemeinsam mit führenden Unternehmen der Region wird Logwert ab dem Frühjahr 2016 zu dem eine Innovationsoffensive aufbauen, um weitere zukunftsweisende Konzepte un ter Nutzung von Möglichkeiten der Digitalisierung in logistischen Wertschöpfungssystemen für die Region Heilbronn-Franken vorauszudenken und zur Umsetzung zu bringen. DIE AUTOREN Steffen Braun, Fraunhofer IAO, Kompetenzzentrum LOGWerT. Prof. Dr. Tobias Bernecker, Hochschule Heilbronn, Kompetenzzentrum LOGWerT. STARTEN SIE IHRE GOOGLE-KAMPAGNE ! Sichern Sie sich jetzt einen 150-EURO-GUTSCHEIN für Ihre Onlinewerbung Bekannter Ansprechpartner in der Region Zertifizierte Google AdWords-Spezialisten In-House-Designer für die Gestaltung Transparente Traffic- Kennzahlen SIE BESTIMMEN DEN ETAT. KONTAKT LANGJÄHRIGE ERFAHRUNG AUS ZAHLREICHEN ONLINEKAMPAGNEN Werderstraße 134 · 74074 Heilbronn Telefon: 0 71 31/ 79 30-100 · Telefax: 79 30-209 E-Mail: kontakt@hettenbach.de · Internet: www.hettenbach.de DezemBer 2015 15

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