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SPRUNGBRETT AUSBILDUNG| w.news 11.2020

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11.2020 | w.news Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: SPRUNGBRETT AUSBILDUNG • Advertorial B2B Themenmagazin: Imaging Development Systems • BesteSeiten.de • Tagungen und Events • Stellenanzeigen

Geld + Märkte INFO

Geld + Märkte INFO Mercosur ist die abgekürzte Bezeichnung für den „Gemeinsamen Markt Südamerikas“. Die spanische Bedeutung für die Abkürzung ist Mercado Común del Sur. KONTAKT Slim Derouiche Referent Außenwirtschaft Telefon 07131 9677-137 E-Mail slim.derouiche@ heilbronn.ihk.de Schlüsselsektoren Landwirtschaft, Chemie, Automotive aber auch IT werden ebenso wie die europäischen Partner langfristig profitieren, sofern Handelsbarrieren abgebaut werden. Derzeit ist noch eine Abschottung in beide Richtungen zu verzeichnen. Der noch amtierende Wirtschaftsminister hat bereits radikal versucht, Barrieren zum Beispiel im Bereich der Steuern und der Bürokratie abzubauen, als die Pandemie ausbrach und alles in andere Bahnen gelenkt hat. Dabei hat Brasilien beispielsweise in der Landwirtschaft Potenzial wie kein anderes Land der Welt. Hier herrschen ideale Voraussetzungen, die Lebensmittel herzustellen, die die Welt benötigt. Ein weiterer zukunftsträchtiger Bereich, der sich aus einem EU-Mercosur-Abkommen ergeben kann, ist grüner Wasserstoff als Energieträger. Brasilien bietet sich hier als Lieferant für Deutschland geradezu an, was auch bei einer Konferenz von Fachleuten einhellig festgestellt wurde. Außerdem bezieht Brasilien bereits heute über 50 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien und könnte damit auch ein wertvoller Partner für eine langfristige Energiewende in Deutschland sein. Brasilien muss sich hier mit ernsthaften und seriösen Projekten positionieren. Die Staaten Lateinamerikas sind von der Pandemie stark betroffen. Können Sie uns die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft Brasiliens schildern? Wie gesagt, die Konjunktur und der Arbeitsmarkt sind corona-bedingt eingebrochen. Und dennoch verzeichnen wir das Paradoxon, dass sich die Stimmung in der Wirtschaft deutlich verbessert hat. Das liegt vor allem auch an einer angestauten Nachfrage im Chemiesektor und im konsumentennahen Bereich. Lediglich im Finanzsektor ist dies bisher noch nicht angekommen, der von politischen Querelen geprägt ist. Brasilien hat große fiskalpolitische Probleme, die leider seitens der Politik ausgenutzt werden, um Wahlkampf zu betreiben. Funktioniert der Freihandel zwischen den Mercosur-Staaten in dieser besonderen Situation trotzdem weiter? Der Freihandel läuft weiterhin gut – auch mit deutschen Unternehmen, die in Mercosur Standorte unterhalten. Positiv wirkt sich dabei auch das gut vernetzte Kammersystem in Lateinamerika aus. Da funktioniert die Zusammenarbeit hervorragend und wir bieten zahlreiche gemeinsame Projekte und Informationen an. So erreichte die Pandemie Brasilien zum Beispiel als letzte Region und wir waren entsprechend vorbereitet. Sind in der Krise auch Chancen und Möglichkeiten für die brasilianische Wirtschaft entstanden? Trotz Corona funktioniert in Brasilien alles. Das Land steht nicht still, es fehlt an nichts. Es ist eine neue Normalität, die sich jetzt einstellt. Es gab zu jederzeit genug Intensivbetten, in São Paulo werden Notlazarette wieder abgebaut. Man muss sich immer vor Augen führen, dass es hier um kontinentale Dimensionen geht, die Statistiken entsprechend hoch waren. Die Zahlen müssen allerdings differenziert betrachtet werden. Leider lässt die Disziplin was Anti-Corona-Maßnahmen anbelangt derzeit wieder ein bisschen nach. Eine Folge der Pandemie war eine starke Wechselkursveränderung. Da gab es einen Abschwung von 40 Prozent, was allerdings auch für einen enormen Schub im Export sorgte und Brasilien insgesamt noch wettbewerbsfähiger machte. In Teilen der IT – vor allem auch im Finanzsektor – ist Brasilien schon heute führend. Die AHK Brasilien ist seit 1916 als erfolgreicher Vertreter der Deutschen Wirtschaft in São Paulo, aber auch in Porto Alegre und Rio de Janeiro präsent. Welche Herausforderungen sehen Sie jetzt für den Standort Brasilien? Brasilien wird immer als das Land der Zukunft bezeichnet. Jetzt wird es Zeit, dass es auch einmal das Land der Gegenwart wird. 2021 stehen wir zweifellos vor großen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen, wobei gelten sollte: die Zusammenarbeit vieler ergibt die Stärke aller. Jetzt gilt es – auch mit Deutschland, das in Brasilien hohes Ansehen genießt, trotz aller politischer Probleme eine Zukunft in Partnerschaft einzuläuten. Eines steht jedenfalls fest: Die Vorteile einer Partnerschaft überwiegen die Nachteile bei weitem. NOVEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 32 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de

URSPRUNGSNACHWEISE BEI URSPRUNGSZEUGNISSEN Wer bei der IHK ein Ursprungszeugnis beantragt, benötigt bei Fremdfertigung einen Nachweis über den Ursprung der Ware vom Vorlieferanten. Von Alexander Kress Bei der Erstellung von Ursprungszeugnissen sind von den zuständigen Sachbearbeitern in den Unternehmen besondere Sorgfaltspflichten zu beachten, da von der IHK bescheinigte Ursprungszeugnisse zu öffentlichen Urkunden werden. Eine vorsätzliche Falschbeurkundung durch die IHK sowie vorsätzlich falsche Angaben auf dem Ursprungszeugnis durch Firmenmitarbeiter sind strafbar. Unter diesem Aspekt wird deutlich, wie wichtig die Vorlage von korrekten Ursprungsnachweisen ist. Nachweise bereits im Vorfeld einholen Werden Produkte, für die ein Ursprungszeugnis benötigt wird, im eigenen Unternehmen hergestellt, genügt es, auf dem Antragsformular für ein Ursprungszeugnis „hergestellt im eigenen Betrieb“ anzukreuzen. Dabei ist es erforderlich, dass eine wesentliche Be- und Verarbeitung vorliegt, die über eine sogenannte Minimalbehandlung hinausgeht. Weitere Nachweise über den Ursprung sind dann nicht erforderlich. Handelt es sich aber um reine Handelswaren, muss „hergestellt in einem anderen Betrieb“ angegeben werden, und die IHK verlangt die Vorlage geeigneter Nachweisdokumente vom Vorlieferanten. Die Praxis zeigt immer wieder, dass es dabei Schwierigkeiten gibt, da die IHK-Statuten einen engen Rahmen für die möglichen Ursprungsnachweise bei der Ausstellung von Ursprungszeugnissen setzen. Dennoch gibt es genügend Spielraum und Möglichkeiten, bereits im Vorfeld von einem Lieferanten die notwendigen Ursprungsnachweise anzufordern und einzuholen. In den Betrieben liegt diese Aufgabe in der Regel bei den Einkaufsabteilungen, und wenn diese entsprechend instruiert sind, liegen bei einem späteren Verkauf in Drittländer, die bei der Einfuhr Ursprungszeugnisse verlangen, die notwendigen Ursprungsnachweise im Unternehmen vor. Eine nachträgliche und zeitaufwändige Suche nach geeigneten Ursprungsnachweisen wird dadurch vermieden. Möglichkeiten, den nichtpräferentiellen Ursprung nachzuweisen Im Idealfall wird der Ursprung der Ware durch ein Ursprungszeugnis nachgewiesen. Dieses kann in Deutschland, einem anderen EU-Land oder in einem Drittland ausgestellt werden. Abhängig davon, ob sich der Sitz des Vorlieferanten in der EU oder in einem Drittland befindet, sind alternativ folgende Ursprungsnachweise möglich: • IHK-Erklärung für den nichtpräferentiellen Ursprung, • Ursprungszeugnisse Form A, • REX-Ursprungserklärungen, • Ursprungserklärungen eines Herstellers in der EU, • EUR1/EUR-MED beziehungsweise Präferenzursprungserklärung auf der Rechnung, • Lieferantenerklärungen für Waren mit Präferenzursprung, • Lieferantenerklärungen aus der Türkei für Waren der Zollunion EU-Türkei • spezielle Ursprungserklärung für Waren, die aus den USA geliefert werden. Darüber hinaus gibt es Sonderbestimmungen bei Alt- und Gebrauchtwaren, Zubehör und Ersatzteilen, Warenzusammenstellungen und zerlegten Anlagen oder Maschinen (Completely Knocked Down). Genaue Absprachen treffen Bei wiederkehrenden Vorgängen und gleichbleibenden Lieferantenkonstellationen wird es kein Problem sein, der IHK die richtigen Ursprungsnachweise vorzulegen. Es sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass Vorlieferanten rechtlich grundsätzlich nicht dazu verpflichtet sind, die angeforderten Ursprungsnachweise zur Verfügung zu stellen. Dies ist nur der Fall, wenn dies vorab vertraglich vereinbart wurde. Außerdem kann es sein, dass Vorlieferanten den Ursprung ihrer Ware selbst nicht kennen oder nicht mehr nachweisen können. Liefert man in Länder, die bei der Einfuhr Ursprungszeugnisse vorschreiben, sollte man vorher mit dem Vorlieferanten abklären, ob er entsprechende Nachweise zur Verfügung stellen kann. Bei Unklarheiten empfiehlt sich vor der Beantragung eines Ursprungszeugnisses die Rücksprache mit den zuständigen IHK-Mitarbeitern. Diese können vorliegende Ursprungsnachweise prüfen und Tipps über die verschiedenen Nachweismöglichkeiten geben. www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 33 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- NOVEMBER 2020

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