Aufrufe
vor 1 Jahr

MOBILITÄT IM WANDEL | w.news 10.2017

  • Text
  • Wirtschaft
  • Wnews
  • Ihk
  • Heilbronn
  • Franken
  • Industriebau
  • Wahl
  • Spedition
  • Ruediger
  • Schlosser
10.2017 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: Mobilität im Wandel • Advertorial B4B Themenmagazin

Titel NICHT NUR MIT DEM

Titel NICHT NUR MIT DEM AUTO ZUR ARBEIT Betriebliches Mobilitätsmanagement kann den Weg zur Arbeit erleichtern und Ressourcen sparen. V o n S t e f a n H e i n e Noch nie war unsere Gesellschaft so mobil unterwegs wie heute. Dies gilt auch für Berufstätige. Fast 60 Prozent der Menschen arbeiten nicht in der Gemeinde, in der sie wohnen. 1987 war dieses Verhältnis noch umgekehrt. Des Deutschen liebstes Kind, das Auto, spielt daher auch für die meisten Berufstätigen die Hauptrolle, wenn es darum geht, vom Wohnort zur Arbeitsstelle zu kommen. So fahren 50 Prozent mit dem Auto zur Arbeit, wenn in der Wohnsitzgemeinde auch die Arbeitsstelle liegt. Wird vom Wohnsitz zum Arbeitsort in eine andere Gemeinde gependelt, so sind es laut statistischem Landesamt sogar 84 Prozent der Erwerbstätigen, die hierfür das Auto nutzen. Paradoxerweise verursacht dieser hohe Mobilisierungsgrad neue Herausforderungen, damit aus der Mobilität nicht Immobilität wird. Wenn auch die Region Heilbronn-Franken nicht so sehr vom Stau im Berufsverkehr betroffen ist, wie große Ballungszentren, so gibt es auch hier neuralgische Strecken, bei denen die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz zum Geduldsspiel wird. Dabei ist nicht nur der Verdichtungsraum Heilbronn/Neckarsulm betroffen, auch im ländlichen Raum gibt es Strecken, die täglich überlastet sind. Als Beispiel sei hier der Autobahnzubringer B 19 zwischen Schwäbisch Hall und Künzelsau genannt. Betriebliches Mobilitätsmanagement Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, bequem und einfach zur Arbeitsstelle gelangen, können im Wettbewerb um Fachkräfte Pluspunkte sammeln. Die bequeme Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes ist für viele Mitarbeiter sehr wichtig. Dabei steht den Betrieben ein bunter Blumenstrauß an Maßnahmen zur Verfügung, wie der Arbeitsweg wirtschaftlich, bequem, gesundheitsförderlich oder schnell zurückgelegt werden kann. Alternative öffentlicher Nahverkehr Naheliegend ist die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber nicht einmal 15 Prozent der Beschäftigten nutzten dieses Verkehrsmittel, um zur Arbeit zu gelangen. Dabei gibt es in den Verkehrsverbünden mit dem JobTicket Angebote, um Bus und Bahn für den Mitarbeiter attraktiver zu machen. Einer der Vorreiter, der als besonderes Beispiel für ein gelungenes JobTicket gilt, ist die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Bereits 1990 wurde unter dem Thema „Auch ohne Auto mobil“ der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel umgesetzt. Mittlerweile nutzen von den über 3.000 Mitarbeitern fast 2.200 das JobTicket. Beim JobTicket fungiert der Arbeitgeber als Sammelbesteller und gibt einen Fahrkostenzuschuss zum Ticket. Dafür rabattiert der Verbund die Fahrkarte. Bei der Heilbronner · Hohenloher · Haller Nahverkehr GmbH (HNV) sind dies mindestens fünf Prozent vom Abo-Preis. In der Region bietet eine Vielzahl von Betrieben ihren Mitarbeitern das JobTicket an. Bei Bosch in Crailsheim konnte in diesem Sommer eine zusätzliche Haltestelle an der Bundesstraße eingerichtet werden, damit das JobTicket für die Arbeitnehmer noch attraktiver wird. Bei Audi Neckarsulm nutzen bereits über tausend Mitarbeiter das JobTicket. Dort wurde beim Ausbau der Stadtbahn ebenfalls eine neue Haltestelle vor den Werkstoren eingerichtet sowie Fahrpläne auf die Schichtzeiten abgestimmt. Für unentschlossene bietet der HNV ein kostenloses 14-tägiges Schnupperticket an. Auf der Kurzstrecke nahezu unschlagbar: das Fahrrad Bei Distanzen unter fünf Kilometern ist das Fahrrad in der Regel das schnellste Fortbewegungsmittel. Hier kann der Arbeitgeber neben genügend Abstellplätzen auch mit anderen Maßnahmen den Verkehrsmittelwechsel bewirken. Umkleidemöglichkeiten mit Spinden, wo Fahrradhelm und -kleidung sicher verstaut werden können oder Duschmöglichkeiten machen das Fahrrad als Verkehrsmittel attraktiver. Für die stetig steigende Zahl von E-Bikes sind auch Lademöglichkeiten ein gutes Angebot. Was viele nicht wissen: Dienstfahrräder können wie Dienstwagen nach der 1-Prozent-Regel zur Verfügung gestellt werden. Da kein Treibstoff benötigt wird, entfällt die Versteuerung des Arbeitsweges. Fahrgemeinschaften in neuem Gewand Klassisch, aber in neuem Gewand treten Fahrgemeinschaften auf. Da feste Fahrgemeinschaften als unflexibel gelten, können diese über Apps wie flinc täglich neu gebildet werden. Laut Statistischem Landesamt bestehen 132.000 verschiedene Wohnort-Arbeitsort-Kombinationen und 2/3 dieser Kombinationen sind mit weniger als 5 Pendlern besetzt. Daher bietet die große Datenbasis der App-Anbieter auch eine höhere Chance, eine passende Mitfahrgelegenheit oder passende Mitfahrer zu finden. Betriebe, die ihren Mitarbeitern den Weg zur täglichen Arbeit erleichtern wollen und dabei Ressourcen wie Parkplätze oder CO 2 einsparen und sich als attraktiven Arbeitgeber positionieren wollen, sollten sich daher Gedanken machen, mit welchen Mitteln ein betriebliches Mobilitätsmanagement umgesetzt werden kann. ANSPRECHPARTNER Stefan Heine IHK-Referent Verkehr & Infrastruktur Telefon 07131 9677-124 E-Mail stefan.heine@heilbronn.ihk.de 20 OKTOBER 2017

Reichweite: Platz 1 Berufliche Pflichtlektüre: Platz 1 Mittelstandsrelevanz: Platz 1 REM 2015 Die neue Reichweitenstudie Entscheider im Mittelstand Tel.: 0611 23 668-0 www.ihkzeitschriften.de * Quelle: Reichweitenstudie Entscheider im Mittelstand 2015, TNS Infratest/DIHK. Informationen zur Studie, MDS Online und Download der Berichtsbände: www.entscheider-mittelstand.de AZV IHK Kombi-Südwest Tel.: 07221 21 19-0 www.ihk-zeitschriften.de

w.news Wirtschaftsmagazin

DATENSICHERHEIT MIT BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE| w.news 02.2019
ARBEITSWELT 4.0 SCHAFFEN WIR| w.news 01.2019
DIE ENERGIEWENDE. SCHÖNE BESCHERUNG FÜR UNTERNEHMEN| w.news 12.2018
HANDEL IM WANDEL| w.news 11.2018
WEGE IN DIE SELBSTSTÄNDIGKEIT| w.news 10.2018
DIGITALISIERUNG DER ENERGIEWENDEN| w.news 09.2018
HEILBRONN-FRANKEN – EINE REGION IN BEWEGUNG| w.news 07/08.2018
HANDELSKRIEGE – EINE SCHLECHTE IDEE| w.news 06.2018
UNTERNEHMENSKULTUR UND FÜHRUNG| w.news 05.2018
CYBERANGRIFFE| w.news 04.2018
FACHKRÄFTEMANGEL REDUZIEREN| w.news 03.2018
BREXIT UND ZOLL| w.news 02.2018
WÜNSCHE UND FORDERUNGEN DER WIRTSCHAFT AN DIE POLITIK| w.news 01.2018
START-UPS | w.news 12.2017
MOBILITÄTSKONZEPTE DER ZUKUNFT | w.news 11.2017
MOBILITÄT IM WANDEL | w.news 10.2017
IHK-WAHL | w.news 09.2017
DIGITALISIERUNGSREALITÄTEN IN KMU | w.news 07-08.2017
HEILBRONNER WEG | w.news 06.2017
BILDUNGSMESSE | w.news 06.2017
LEBEN 4.0 | w.news 06.2017
VERKEHRSINFRASTRUKTUR | w.news 03.2017
ARBEITEN 4.0 | w.news 02.2017
UNTERNEHMENSNAHE DIENSTLEISTUNGEN | w.news 01.2017
ENERGIE + UMWELT | w.news 12.2016
INFORMATIONSSICHERHEIT| w.news 11.2016
FORSCHUNG + ENTWICKLUNG | w.news 10.2016
Exportregion Heilbronn-Franken | w.news 09.2016
Flüchtlinge | w.news 07-08.2016
Holzwirtschaft | w.news 06.2016
Digitalisierung | w.news 05.2016
CSR – Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung | w.news 04.2016
Konjunktur | w.news 03.2016
Fair Trade | w.news 02.2016
Flüchtlinge | w.news 01.2016
Digitalisierung | w.news 12.2015
Kreativwirtschaft | w.news 11.2015
Technologietransfer| w.news 10.2015
Trends in der Personalarbeit| w.news 09.2015
Duale Ausbildung | w.news 07-08.2015
Inklusion + Integration | w.news 06.2015
Diversität| w.news 05.2015
Exportregion Heilbronn-Franken| w.news 04.2015
Bildungsmesse Heilbronn | w.news 03.2015
Recycling + Upcycling | w.news 02.2015
Technologie der Zukunft | w.news 01.2015
Saisongeschäft | w.news 12.2014
Familienunternehmen | w.news 11.2014
Heilbronner Weg | w.news 10.2014
Mode & Design | w.news 09.2014
Freizeit & Tourismus| w.news 07-08.2014
Kult(o)ur | w.news 06.2014
Stadtentwicklung | w.news 05.2014
Wirtschaftskriminalität | w.news 04.2014
Kommunikation | w.news 03.2014
Patente + Erfinder | w.news 02.2014
Wirtschaftsfaktor Automobil | w.news 01.2014
Exportregion Heilbronn-Franken | w.news 12.2013
Datenschutz | w.news 11.2013
Energie | w.news 10.2013
Technologietransfer in der Wirtschaft | w.news 09.2013
Sponsoring | w.news 07-08.2013
Forschen, Entwickeln - Querdenken | w.news 06.2013
Investieren in Wachstum | w.news 05.2013
IHK-Bildungsmesse | w.news 04.2013
Handel goes mobile | w.news 03.2013
IHK-Jahresthema: Infrastruktur - Wege für morgen | w.news 02.2013
Lifestyle & Design | w.news 01.2013
Kommunikation im Unternehmen | w.news 12.2012
Hightech-Region Heilbronn-Franken | w.news 11.2012
Bildungslandschaft Heilbronn-Franken | w.news 10.2012
IHK-Wahl zur Vollversammlung | w.news 09.2012
Freizeit, Tourismus, Kultur | w.news 07-08.2012
10 Jahre IHK-Bildungsmesse | w.news 06.2012
Frauenpower - weibliche Führungskräfte | w.news 05.2012
Online-Handel | w.news 04.2012
Konjunktur in der Region | w.news 03.2012
Energie + Rohstoffe für morgen | w.news 02.2012
Kreative in der Region | w.news 01.2012
Werbung + Kommunikation | w.news 12.2011

Über uns


Monatlich erscheint das von der IHK Heilbronn-Franken herausgegebene und von uns verlegte Wirtschaftsmagazin w.news, das unser Advertorial B4B Themenmagazin (bis 12.2015 Verlagsjournal wirtschaftinform.de) zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen enthält. Das Wirtschaftsmagazin w.news wird hier gleichzeitig als Online-Magazin publiziert.