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MEHR ALS WIRTSCHAFT| w.news 09.2020

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09.2020 | w.news Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: MEHR ALS WIRTSCHAFT • Advertorial B2B Themenmagazin: Ventil-, Mess- und Regalsysteme • Familienunternehmen • Region Tauber-Franken • Logistik und Spedition • Stellenanzeigen

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Titel ©Flamingo Images – www.stock.adobe.com Betriebe des Gastgewerbes sind nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sie sind Begegnungsstätten und besitzen eine hohe Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Attraktivität einer Region EIN UNVERZICHTBARER TEIL DES ÖFFENTLICHEN LEBENS Volkswirtschaft, Arbeitsmarkt, Regionen und Gesellschaft profitieren von Gastronomie und Hotellerie. Das geht aus einer Studie hervor, die das IW-Köln im Auftrag des DEHOGA Bundesverbands erstellt hat. Das Gastgewerbe mit seinen mehr als 221.000 Betrieben in Hotellerie und Gastronomie trägt maßgeblich zur Lebensqualität und Standortattraktivität in Deutschland bei. Die Bedeutung der Branche speist sich nicht nur aus ihrer Wirtschaftskraft und Dynamik. Sie leistet darüber hinaus wertvolle Beiträge zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Viele Besonderheiten kennzeichnen die Branche. In der Studie werden diese auf Basis SEPTEMBER 2020 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ 18 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de

amtlicher Daten, einer Modellrechnung und einer Bevölkerungsbefragung illustriert. Die wichtigsten Kerndaten zeigt die Tabelle (Seite 20) im Überblick. Flächendeckende Verbreitung Das Gastgewerbe ist als eine der wenigen Branchen in fast allen Regionen Deutschlands vertreten. Das Ergebnis einer Bevölkerungsbefragung zeigt, dass die Menschen mit den Angeboten der Branche sehr zufrieden sind. Wirtschaftsstärke und Dynamik Im Jahr 2016 waren im Jahresdurchschnitt 1,873 Millionen Personen im Gastgewerbe beschäftigt, der Branchenumsatz lag bei 80,9 Milliarden Euro netto. Damit bewegt sich das Gastgewerbe auf dem Niveau der chemischen Industrie, der Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken oder der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen. Das Gastgewerbe erwirtschaftete im Jahr 2016 eine Bruttowertschöpfung (BWS) in Höhe von 44,9 Milliarden Euro oder 1,6 Prozent der gesamten BWS in Deutschland. Die Bruttowertschöpfung und die Beschäftigung im Gastgewerbe sind von 2010 bis 2016 deutlich dynamischer gewachsen als in der Gesamtwirtschaft. Hohe Effekte für den Wirtschaftskreislauf Die Branche ist über Einkäufe von Vorprodukten und Materialien in Höhe von 38 Milliarden Euro sehr stark mit anderen Wirtschaftsbereichen verbunden und für diese ein wichtiger Absatzmarkt. Bei Berücksichtigung dieser Kreislaufeffekte ergibt sich eine Bruttowertschöpfung von 84,8 Milliarden Euro, die dem Gastgewerbe zuzurechnen ist. Jeder Euro direkte Wertschöpfung im Gastgewerbe stößt über Multiplikatoreffekte weitere 0,89 Euro zusätzliche Wertschöpfung in der Wirtschaft an. Ähnliches gilt für die Beschäftigung, wo jeder 17. Arbeitsplatz direkt, indirekt oder induziert vom Gastgewerbe abhängt. Der fiskalische Effekt bewegt sich mit insgesamt 19,7 Milliarden Euro über dem Niveau, welches in Deutschland jährlich mit dem Solidaritätszuschlag generiert wird. Hohe Arbeitsintensität Das Gastgewerbe ist überdurchschnittlich arbeitsintensiv. Der Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Produktionswert (Umsatz) beträgt im Jahr 2016 rund 33,7 Prozent und liegt deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft von 28,6 Prozent. 69,1 Prozent der Bruttowertschöpfung im Gastgewerbe sind Löhne und Gehälter; in der Gesamtwirtschaft beträgt dieser Anteil 56,4 Prozent. Ausbildungsstarke Branche Das Gastgewerbe gehört zu den ausbildungsstärksten Branchen Deutschlands. Trotzdem leidet die Branche unter Arbeitskräfteengpässen und versucht diese durch Investitionen in Ausbildung zu lindern. Im Schnitt wird ein Auszubildender je 23,8 Beschäftigte im Gastgewerbe ausgebildet. In der Gesamtwirtschaft liegt das Verhältnis bei einem Auszubildenden je 58,9 Beschäftigte. Mittelständisch geprägt Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft und maßgeblich für deren nachhaltigen Erfolg verantwortlich. Das Gastgewerbe ist mehr als andere Branchen mittelständisch geprägt und besteht zu 99,6 Prozent aus Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern. Besonders Familienunternehmen drücken der Branche ihren Stempel auf. Mit 8,2 Gründungen je Bestandsunternehmen liegt das Gastgewerbe mit Rang sechs im Branchenvergleich in der Spitzengruppe. Regionale Ausgleichsfunktion Das Gastgewerbe hat eine wichtige regionalpolitische Ausgleichsfunktion, denn es trägt überdurchschnittlich zur Beschäftigung in dünn besiedelten ländlichen Regionen bei und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Erreichen des Ziels gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Teilräumen Deutschlands. Ein Blick auf die Beschäftigungsanteile zeigt: In jeder Region beträgt der Anteil des Gastgewerbes an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mindestens ein Prozent. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beträgt in dünn besiedelten ländlichen Regionen sogar vier Prozent. In den für die Studie ausgewählten Beispielregionen belaufen sich die Anteile an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf 7,0 Prozent (Allgäu), 3,7 Prozent (Düsseldorf) und 3,0 Prozent (Dessau-Roßlau). www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 19 -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- SEPTEMBER 2020

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