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INFORMATIONSSICHERHEIT| w.news 11.2016

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11.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: INFORMATIONSSICHERHEIT • AUSBILDUNG IM WANDEL • Advertorial Themenmagazin Weltmarktführer 2017 • B4B Baden-Württemberg

IHK + Region beliefert

IHK + Region beliefert Hengstenberg alle großen deutschen Einzelhandelsunternehmen. Rund 15 Prozent gehen bei Hengstenberg in den Export in über 40 Länder, vor allem ins europäische Ausland, aber auch in die USA und nach Japan. Hauptanbaugebiete hierzulande sind Baden-Württemberg, Brandenburg und Bayern. Mit den Landwirten bestehen langjährige Verträge, mit vielen arbeitet Hengstenberg seit Generationen zusammen. Fachberater des Unternehmens stimmen sich mit den Landwirten kontinuierlich von der Saatauswahl bis zur Ernte ab. Zu erwartende Größen und Mengen entscheiden dann darüber, was am nächsten Tag produziert wird. In der Saison arbeiten Familienangehörige mit Insgesamt hat Hengstenberg über 140 Artikel im Sortiment. Sie werden sowohl in Bad Friedrichshall als auch in der zweiten Produktionsstätte in Fritzlar produziert. Neben den feinsauren Qualitätsprodukten gehört seit 1967 die Marke Oro di Parma zum Unternehmen. Mit den mediterranen Tomatenprodukten ist Hengstenberg Marktführer in Deutschland. Die Produkte werden vor Ort in Parma produziert mit Rohware aus regionalem Anbau. Mit seinem Produktportfolio erwirtschaftet Hengstenberg rund 140 Millionen Euro (2015) im Jahr. „In Bad Friedrichhall stellen wir schwerpunktmäßig Sauerkonserven und Essigprodukte her, können aber auch alles andere produzieren“, sagt Andreas Gailing. Essig wird das ganze Jahr über hergestellt, derzeit rund 25 Millionen Liter jährlich. Gurken- und Krautspezialitäten sind stark ernteabhängig. In der Hochsaison arbeiten teilweise über 260 Personen im Werk, davon sind rund 140 fest angestellt. Die Gruppe beschäftigt insgesamt rund 500 Mitarbeiter. Die Saisonarbeiter kommen zu einem großen Teil aus der Umgebung von Bad Friedrichshall. „Meist sind es Familienangehörige unserer Mitarbeiter, aber auch Studierende und Saisonarbeiter aus osteuropäischen Ländern. Bei diesen kümmern wir uns um Unterkünfte“, erklärt der Werksleiter. © Müller „Über 90 Prozent der Gurken beziehen wir von Landwirten im Umkreis von 30 bis 40 Kilometern. “ Andreas Gailing, Werkleiter Bad Friedrichshall der Richard Hengstenberg GmbH & Co. KG deutschen Anbaukonzept fest“, sagt Diplomkaufmann Dr. Werner Hildenbrand, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Hengstenberg GmbH & Co. KG mit Verwaltungssitz in Esslingen. Er leitet seit 2010 zusammen mit Philipp und Steffen Hengstenberg das Familienunternehmen in fünfter Generation. Durch das Mindestlohngesetz haben sich die Rahmenbedingungen für das Familienunternehmen verschärft, die Ernte- und Produktionskosten sind im zweistelligen Bereich gestiegen, weshalb die Verbraucherpreise angehoben werden mussten. Um dennoch konkurrenzfähig zu bleiben, werden interne Strukturen und Abläufe optimiert. Hengstenberg bleibt kompromisslos bei der „Made in Germany“-Philosophie und bekennt sich zum Standort Deutschland. „Das ist zugleich ein Bekenntnis zu Reinheit, Qualität und Geschmack“, erklärt Geschäftsführer Steffen Hengstenberg, zuständig für Vertrieb und Marketing. Er befindet sich damit in bester Familientradition. Firmengründer mit hohem Qualitätsanspruch Es ist Richard Alfried Hengstenberg, der sich 1876 mit 18.000 Mark – der gesamten Mitgift seiner Frau – in eine kleine Essigfabrik in Esslingen einkauft. Das Unternehmen stellt Gurken und Essig her. Familie bekennt sich zum Standort Dem Druck billiger Rohware aus dem Ausland hat Hengstenberg bis jetzt erfolgreich standgehalten. „Wir halten am Andreas Gailing, Werkleiter Bad Friedrichshall, im Showroom von Hengstenberg. 8 NOVEMBER 2016

© Müller IHK + Region Zwei Jahre später steigt der Sozius aus, Hengstenberg übernimmt die Firma komplett und leitet sie alleine weiter. Mit seinem Qualitätsanspruch beeinflusst er die Gestaltung des deutschen Lebensmittelgesetzes. „Weinessig muss zu mindestens 20 Prozent aus Wein bestehen“, fordert er. Sein „Essiggebot“ gilt im Grundsatz noch heute. Vom Gründer stammt auch der Wahlspruch „Aus Gutem das Beste“. Dieses Qualitätsverständnis ist auch für die fünfte Generation des Familienunternehmens verbindlich. „Er ist Bestandteil unserer nachhaltigen Unternehmensführung“, betont Geschäftsführer Philipp Hengstenberg, zuständig für Einkauf, Produktion und Technik. Ins Werk wird permanent investiert Das Werk Bad Friedrichshall übernimmt Hengstenberg Ende der 1970er Jahre von der Unterlandgenossenschaft und führt es zunächst als Hengstenberg Unterland GmbH weiter. „Damals gab es noch eine Tiefkühlproduktion, die aber dann aufgegeben wurde“, sagt Andreas Gailing. Das Werk wird permanent ausgebaut. Allein in den letzten Jahren wurde eine neue Essigproduktion errichtet und in eine moderne Logistik und ein Forschungsund Entwicklungszentrum investiert. Außerdem wurde eine neue Halle aufgebaut und im letzten Jahr viel Geld für eine neue, hochmoderne Gurkensortieranlage ausgegeben. „Wir werden auch in Zukunft in das Werk Bad Friedrichshall investieren, um die Leistungsfähigkeit des Werkes zu erhalten und weiterzuentwickeln“, so Gailing. Trends kommen und vergehen Die Produktentwicklung in Bad Friedrichshall entwickelt in enger Kooperation mit den Kollegen in der Zentrale in Esslingen neue Rezepturen und Produkte. Die Mitarbeiter beteiligen sich aktiv über ein Vorschlagswesen an der Ideenfindung. „Dabei treffen ganz unterschiedliche Disziplinen zusammen: Lebensmitteltechnik, Lebensmittelchemie, Ökotrophologie, Kochkunst und Marketing“, sagt dazu Steffen Hengstenberg. Konsumtrends werden beobachtet und entsprechend bedient. „Vor ein paar Jahren beispielsweise waren Essigdrinks stark nachgefragt. Wir haben daraufhin entsprechende Produkte entwickelt – aber Qualitätskontrolle im Werk von Hengstenberg. auch wieder aus dem Programm genommen, nachdem der Hype wieder abgeebbt war“, erklärt der Geschäftsführer. Mit Bio in die Zukunft? Zwar ist der Verdrängungswettbewerb im Lebensmittelmarkt groß. Als Marktführer bei Sauerkraut, Tomatenartikeln sowie bei Markenessigen behauptet sich Hengstenberg gegenüber den Handelsmarken erfolgreich. Die Umsätze sind stabil, der Absatz in den Auslandsmärkten wächst. Auch im Bio-Markt ist das Unternehmen inzwischen heimisch. Naturschutzbund-Ortsvorstand Andreas Gailing sieht die Bio-Einlegegurke jedoch noch mit gemischten Gefühlen. „Im Unterschied zu Kraut und Rotkohl sind die Ernteerträge bei Bio Gurken derzeit noch kaum kalkulierbar. Für die Verarbeitung von Bio-Gurken muss zudem die Produktion hundert Prozent sauber sein. Das bedeutet für uns, dass wir eine komplette Sonderreinigung durchführen müssen, um den hohen Standards zu genügen. Bio- Gurken in großem Stil geht wirtschaftlich nur mit einer eigenen Produktionslinie“, erklärt er. Wenn die Nachfrage weiter steigt, die Landwirte vermehrt auf Bio-Gurken umsteigen und damit entsprechende Erntemengen sichergestellt sind, ist eine „Bio-Produktion“ zumindest eine Option. Junge Führungsriege Als Ausbildungsbetrieb zieht sich Hengstenberg in Bad Friedrichhall Fachkräfte aus den eigenen Reihen heran. Ausgebildet werden Lebensmitteltechniker, Fachlageristen und Fachinformatiker für Systemintegration. „Qualifizierte Fachkräfte haben wir bis jetzt noch immer gut besetzen können. Wir spüren aber den ansteigenden Wettbewerb, insbesondere um den Nachwuchs“, sagt Andreas Gailing. So konnten in diesem Jahr erstmals Ausbildungsplätze nicht besetzt werden – trotz lukrativem gesamtbetrieblichen Gesundheitsprogramm und guten Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch ist der Werkleiter optimistisch. Trotz vieler langjähriger Mitarbeiter ist die mittlere Führungsebene im Alter zwischen 25 und 30 Jahren, also verhältnismäßig jung. Eine junge Mitarbeiterin macht gerade den Ausbildereignungsschein und wird künftig die Auszubildenden betreuen. „Junge Menschen in die Produktion von Sauerkonserven zu holen ist nicht einfach. Wer aber einmal sieht, was hier abläuft und welche Möglichkeit man hat, sich zu entwickeln, wird so schnell nicht mehr wechseln“, sagt Andreas Gailing. Er selbst kam 1991 als Produktionsleiter zu Hengstenberg in Bad Friedrichshall. Dann ging er für zehn Jahre nach Esslingen in die Zentrale und war zuständig für die Produktionsplanung und das Produktcontrolling. 2007 kam er als Werksleiter wieder zurück nach Bad Friedrichshall. „Nach der Theorie wollte ich einfach wieder zurück in die Praxis“, sagt er. Und ist zufrieden. www.hengstenberg.de NOVEMBER 2016 9

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