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INFORMATIONSSICHERHEIT| w.news 11.2016

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11.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: INFORMATIONSSICHERHEIT • AUSBILDUNG IM WANDEL • Advertorial Themenmagazin Weltmarktführer 2017 • B4B Baden-Württemberg

dossier DUALE AUSBILDUNG

dossier DUALE AUSBILDUNG ALS In der dualen Ausbildung erhalten junge Menschen qualifiziertes Wissen in Theorie und Praxis. Leider wird eine Ausbildung derzeit oftmals als „second best“-Lösung bei der Berufsorientierung verkauft. Der Trend zum Studium ist ungebrochen und wird auch häufig durch das Elternhaus als bessere Alternative zur Ausbildung gesehen. V o n S a b i n e S c h m ä l z l e Der Anteil der Studienberechtigten nimmt immer weiter zu, und das bei abnehmenden demografischen Zahlen: Anteil der Studienberechtigten an der gleichaltrigen Bevölkerung im Jahr 2013 rund 57,1 Prozent. Zum Vergleich 1992: 30,8 Prozent, 2005: 42,5 Prozent (Quelle: Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2015, BiBB). Damit haben es die Ausbildungsbetriebe schwer, ihre zukünftigen Fach- und Führungskräfte im eigenen Unternehmen auszubilden und eine Karriere zu planen. Die Möglichkeiten sind durchaus vorhanden und es werden auch immer besser qualifizierte Facharbeiter in der Wirtschaft und im Handwerk benötigt. Was bedeutet das für die duale Ausbildung und wie kann man darauf reagieren? Gesucht: gut ausgebildete Fachkräfte Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt kämpft seit langem mit Passungsproblemen und dem damit prognostizierten Fachkräfteengpass. Wie die Auswertung der aktuellen Daten des Fachkräftemonitors der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg für die Region Heilbronn-Franken zeigt, können ab diesem Jahr die altersbedingt aus dem Arbeitsleben ausscheidenden Fachkräfte nicht mehr vollständig ersetzt werden. Weder der ausgebildete Nachwuchs noch Personen aus der stillen Reserve, also erwerbsfähige aber nicht erwerbstätige Menschen werden von nun an die Lücke schließen können. Schon in 14 Jahren, im Jahr 2030 werden rund 80.000 Fachkräfte weniger zur Verfügung stehen als heute – ein Rückgang um ein Viertel. Dieser Mangel betrifft in Kürze alle Qualifikationsniveaus. Benötigt werden somit nicht nur hochqualifizierte Akademiker, sondern auch gut ausgebildete Fachkräfte. Der richtige Zeitpunkt Doch um im Berufsorientierungsprozess unterstützen zu können, ist es wichtig, sich mit den Jugendlichen und deren Fragen auseinanderzusetzen. Die Allensbach-Studie „Schule, und dann?“ zeigt, dass viele Schüler ein Informationsdefizit bezüglich Ausbildungs- und Berufsorientierung haben. Sie verfallen oft in Rollenmuster, orientieren sich an Eltern oder Verwandten. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass Schüler Wert auf Gespräche mit Berufstätigen und praxisnahe Erfahrungen (63 Prozent) legen. Auch Informationstage von Unternehmen helfen bei der Orientierung (52 Prozent), wie es nach der Schule weitergehen soll. Doch den größten Mehrwert erhoffen sich die Schüler laut Allensbach-Studie „Schule, und dann?“ von der Informationsvermittlung direkt am Lernort Schule (81 Prozent). IHK-Ausbildungsbotschafter Die IHK hat den Lernort Schule als guten Kontaktpunkt erkannt, um Jugendliche rechtzeitig zu erreichen. Hier ist der Zeitpunkt der Entscheidung. So bietet die IHK die Möglichkeit, sogenannte Ausbildungsbotschafter in die Schulen zu entsenden. Ausbildungsbotschafter sind Auszubildende, die in Schulen für eine Berufsausbildung werben. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und ermöglichen Schülern authentische Einblicke in interessante Ausbildungsberufe. Mit dieser Maßnahme werden Schüler direkt am Lernort erreicht und können so von „Gleichgesinnten“ mehr zur Ausbildung erfahren. Dies ist die optimale Gelegenheit, Jugendlichen Einblicke in die duale Ausbildung zu geben und ihnen die Möglichkeiten und Chancen der Weiterbildung und Karrieren mit einer qualifizierten Ausbildung hautnah erlebbar zu machen. Neues Schulfach „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ Auch im Lehrplan selbst wird die Berufsorientierung verankert. Im Rahmen des neuen Bildungsplanes wird das neue Fach „Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung“ ab dem Schuljahr 2016/ 2017 schrittweise in ganz Baden-Württemberg eingeführt. Lehrer sollen dazu befähigt werden, Schüler und deren Eltern für die Berufsorientierung zu sensibilisieren und zu beraten. Durch die 40 NOVEMBER 2016

© Jonathan Trappe Bei der Prüferfeier wurden die Jubilare für ihr langjähriges Ehrenamt ausgezeichnet. WIRTSCHAFTSMOTOR Leitperspektive „Berufliche Orientierung“ möchte die Landesregierung den kontinuierlichen Berufswahlprozess in allen Klassenstufen stärken. Im neuen Bildungsplan wird durch das neue Fach „Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung“ ab den Klassen 8 bis 10 ein deutlicher Fokus auf den individuellen Berufswahlprozess der Schüler gelegt. Auch die IHK Heilbronn-Franken hat sich des Themas angenommen und gemeinsam mit dem Zentrum für Weiterbildung Ende September eine Lehrerfortbildung zum neuen Schulfach „Wirtschafts-, Berufs und Studienorientierung (WBS)“ angeboten. Im Frühjahr 2017 findet hierzu vom staatlichen Schulamt bei der IHK ein Fachtag für Lehrer statt. Dualis Durch die Möglichkeit, dass junge Menschen durchaus eine große Auswahl an Ausbildungsbetrieben vorfinden, müssen sich die Unternehmen darauf einstellen, dass sie andere Jugendliche mit veränderten Werten und auch unterschiedlichen schulischen Kenntnissen vor sich haben. Es gilt zu reagieren, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, aber dennoch qualifiziert die Inhalte des Ausbildungsberufes zu vermitteln. Eine Unterstützung sich hierfür fit zu machen, und gegebenenfalls auch von anderen abzuheben, bieten Qualifizierungen, Auszeichnungen und Zertifizierungen als „guter Arbeitgeber“. Die IHK Heilbronn-Franken unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe auf diesem Weg mit Dualis. Um die Verbesserung der betrieblichen Ausbildung und die Suche nach geeigneten Bewerbern zu unterstützen, bietet die IHK Heilbronn-Franken ihren Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, ihre Ausbildungsqualität zu prüfen, zu verbessern und sich zertifizieren zu lassen. Eine überdurchschnittlich gute Ausbildungsqualität und ein gezieltes Ausbildungsmarketing können insbesondere kleinen und mittleren Betrieben in der Region helfen, geeignete Bewerber zu gewinnen. Ehrenamtliche Prüfer sind unverzichtbar Doch nicht nur für die Betriebe und Schulen ist der Wandel durch Demografie und Technik eine Herausforderung. Auch für die „Helfer im System“ der dualen Ausbildung stellen die stetigen Neuerungen Herausforderungen für die tägliche Arbeit dar. Gemeint sind damit die vielen ehrenamtlichen Prüfer, die im dualen Ausbildungssystem tätig sind. Ohne die Prüfer der IHK gibt es keine beruflich qualifizierten Fachkräfte. Nach dem Prinzip „Fachleute prüfen Fachleute“ sichern sie die Qualität des Fachkräftenachwuchses. Sie sind erfahrene Experten und bewerten die Leistungen der Prüfungsteilnehmer. Sie bescheinigen die für die Ausübung eines Berufes notwendigen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten. Durch die Änderungen der Berufsbilder und damit veränderten Prüfungsbestandteilen begleiten sie ein anspruchsvolles und sehr wichtiges Amt. Neben der fachlichen Kompetenz sind vor allem menschliche Reife und pädagogisches Gespür, Verantwortungsbewusstsein und Interesse an der Jugend gefragt. Die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit und Sozialkompetenz, der Erfahrungsaustausch mit Prüferkollegen aus anderen Unternehmen und die Erweiterung des eigenen fachlichen Horizontes zeichnet das Ehrenamt aus. Die IHK Heilbronn-Franken hat Ende Oktober für die Jubilare eine Prüferfeier veranstaltet, um durch die Verleihung der Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold die Wertschätzung gegenüber dieser wichtigen und für das duale System unverzichtbaren Tätigkeit zu unterstreichen. KONTAKTE Ausbildungsbotschafter Dilek Tarhan Projektkoordinatorin Ausbildungsbotschafter Telefon 07131 9677-469 E-Mail dilek.tarhan@heilbronn.ihk.de www.heilbronn.ihk.de Dok.-Nr.: AWB006554 Dualis – Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb Moritz Scherzer Projektkoordinator Dualis Telefon 07131 9677-454 E-Mail moritz.scherzer@heilbronn.ihk.de www.heilbronn.ihk.de Dok.-Nr.: AWB006556 Prüferwesen Christian Uhl Teamkoordinator Ausbildung, Kommissarischer Teamkoordinator Weiterbildung Telefon 07131 9677-470 E-Mail christian.uhl@heilbronn.ihk.de www.heilbronn.ihk.de Dok.-Nr.: AWB006695 NOVEMBER 2016 41

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