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INFORMATIONSSICHERHEIT| w.news 11.2016

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11.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: INFORMATIONSSICHERHEIT • AUSBILDUNG IM WANDEL • Advertorial Themenmagazin Weltmarktführer 2017 • B4B Baden-Württemberg

Titel Man stelle sich

Titel Man stelle sich vor: Ein kalter Tag im Februar. Plötzlich brechen in Italien alle Stromnetze zusammen. Die Folge: der totale Blackout. Eine Katastrophe mit globalen Auswirkungen. Denn durch diesen Netzausfall wird die Welt, wie sie wir bisher kannten, an das Ende ihrer Existenz geführt. Kein Strom hier – der Kollaps dort. Netzwerke brechen zusammen. Atomkraftwerke ohne Kühlung, Krankenhäuser ohne Energie, Tankstellen, die kein Benzin mehr pumpen können, der Diesel für den Notstrom ist verbraucht, Millionen Haushalte ohne Wasserversorgung, da die Energie fehlt, Leitungen mit Pumpen zu versorgen und so weiter. In einem solchen Fall stünde die Menschheit vor einem Kollaps. Hacker-Angriff Der Autor Marc Elsberg schildert all dies sehr glaubwürdig in seinem Buch „Blackout“ und er hatte eine gute Vorlage: einen Bericht des Büros für Technikfolgenabschätzung aus dem Jahre 2012, den die Bundesregierung beauftragte. Ziel dieser Analyse war es, die Möglichkeiten und Grenzen des nationalen Kata stro phenma nage ments im Falle eines solchen Großschadens aufzuzeigen. Ergebnis: Wenn eine kleine Gruppe Hacker die Knotenpunkte 22 NOVEMBER 2016 „Die wichtigste Aufgabe der Sicherheitsexperten ist, erst einmal herauszufinden, wo die ‚Juwelen‘, das heißt die wichtigsten Informationen eines Unternehmens, liegen. “ Uwe Bernd-Striebeck Partner, Security Consulting KPMG der vernetzten Strom-Infrastruktur besetzt, ist das komplette System unserer Infrastruktur – und zwar auf allen Ebenen – nicht nur bedroht, es kollabiert. Potenzial und Gefahren Doch selbst wenn man nicht von diesen terroristischen Horrorszenarien ausgeht, birgt die zunehmende Digitalisierung enorme – auch wirtschaftliche – Risiken. „Früher“ waren die computergesteuerten Anlagen in der Industrie noch vollkommen autark – getrennt von der klassischen Büro-IT mit Internet, E-Mail und allem was damit zusammenhängt. Heute ist das anders. Nicht nur der Mailverkehr, sondern auch die Produktion wird anfällig für Risiken wie Viren, Trojaner und Hacker- Angriffe. Uwe Bernd-Striebeck Partner, Security Consulting KPMG, einer der größten Unternehmensberatungen sagt: „In der Vision der Smart Factory liegen die Daten und Netze erst einmal offen, zugänglich für jeden, der sich ein wenig mit Rechnern auskennt. Superschnelle, autonom agierende Roboter surren in menschenleeren Fabrikhallen. Jedes Teil misst, erfasst und kommuniziert mit jedem. Über allem wacht die IT, die dafür sorgt, dass die Produktion wie von selbst läuft. Sie erschafft eine Fabrik, die komplexe Syste-

Titel © Lagarto Film – Fotolia.com me beherrschen kann. Ihr größtes Potenzial: Die Automatisierung der Abläufe und die schnelle Reaktion auf Marktveränderungen. Ihr größter Feind: Hacker.“ Und denken wir an „Stuxnet“ wird die Bedrohung noch deutlich realistischer. Stuxnet, ein Computerwurm, gilt aufgrund seiner Komplexität als bisher einzigartig. Er war speziell dafür konzipiert, die Steuerungssysteme einer Industrieanlage im Iran gezielt zu sabotieren. Und dies ist kein Einzelfall und wird auch keiner bleiben. Schäden in Milliardenhöhe So steigt die Gefahr von Cyberattacken auf die Industrie ständig. Jahr für Jahr entstehen der deutschen Wirtschaft Schäden in Höhe von rund 50 Milliarden Euro, verursacht durch Umsatzverluste, Plagiate, Patentrechtsverletzungen, den Verlust von Wettbewerbsvorteilen sowie Kosten für Rechtsstreitigkeiten. Und dabei dürfte die Dunkelziffer wohl deutlich höher liegen, da viele Unternehmen davor zurückscheuen, „Datenklau“ und Cyberattacken zu melden, um ihre Kunden nicht zu verunsichern. Auch ist es eine gewaltige Fehleinschätzung, als Unternehmer zu glauben, Spionage, Sabotage und Kriminalität betreffe einen nicht, weil das Unternehmen zu klein, zu unbekannt, zu unwichtig sei. Denn die meisten deutschen Industriebetriebe wurden bereits Opfer von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage. 69 Prozent seien in den vergangenen zwei Jahren von solchen Delikten betroffen gewesen, ermittelte der Digitalverband Bitkom 2015 in einer Umfrage. Dennoch machen viele Unternehmen einen großen Fehler: Sie behalten ihre Sicherheitskonzepte unverändert bei und versäumen es, sie neuen Anforderungen anzupassen – gerade im Hinblick auf eine wesentlich weitergehende Vernetzung der Systeme. So hat ein Großteil der Industrie bis heute nur eines getan: Verschlafen. Hilfe für besseren Schutz Deshalb hat die deutsche Wirtschaft mit dem Innenministerium und mehreren Sicherheitsbehörden ein Bündnis zum besseren Schutz vor Spionage gestartet. Die „Initiative Wirtschaftsschutz“ soll insbesondere kleine und mittlere Betriebe vor Angriffen schützen. Auf der Internetseite www.wirtschaftsschutz.info wollen Bundesnachrichtendienst, Verfassungsschutz, Bundeskriminalamt und Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie aufklären und praxisnahe Handlungsempfehlungen geben, um Gefahren entgegenzuwirken. NOVEMBER 2016 23

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