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Holzwirtschaft | w.news 06.2016

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06.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Holzwirtschaft • Bildungsmessen • Advertorial B4B Themenmagazin

I H K + R E G I O N H

I H K + R E G I O N H ALLEN Industrie- und Gewerbehallen FACHKRÄFTEMANGEL GEFÄHRDET INDUSTRIESTANDORT von der Planung und Produktion bis zur schlüsselfertigen Halle Wolf System GmbH 94486 Osterhofen Tel. 09932/37-0 gbi@wolfsystem.de www.wolfsystem.de Aktuelle Daten des Fachkräftemonitors der Industrie- und Handelskammern in Baden- Württemberg für die Region Heilbronn-Franken ausgewertet. VO N D O R O T H E E K I E N Z L E In der Region Heilbronn-Franken können ab diesem Jahr die altersbedingt aus dem Arbeitsleben ausscheidenden Fachkräfte nicht mehr vollständig ersetzt werden. Weder der ausgebildete Nachwuchs noch Personen aus der stillen Reserve, also erwerbsfähige aber nicht erwerbstätige Menschen oder Zuwanderung aus dem Ausland werden von nun an die Lücke schließen. Im Jahr 2030 werden rund 80.000 Fachkräfte weniger zur Verfügung stehen als heute, ein Rückgang um ein Viertel. Der Mangel betrifft in Kürze alle Qualifikationsniveaus. Das zeigt die Auswertung der aktuellen Daten des Fachkräftemonitors der Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg für die Region Heilbronn-Franken. Elke Döring, Hauptgeschäftsführerin der IHK Heilbronn-Franken: „In den kommenden Jahren fehlen uns in der Region Heilbronn-Franken jährlich durchschnittlich rund 18.000 Fachkräfte. In der IHK- Konjunkturumfrage zählen regelmäßig über 40 Prozent der Befragten den Fachkräftemangel zu den bedeutends ten Geschäftsrisiken für ihr Unternehmen.“ Der Mangel würde noch dramatischer ausfallen, wenn die Unternehmen nicht stetig durch Innovationen ihre Effizienz und Produktivität verbessern und ihren Fachkräftebedarf so gut es geht an das sinkende Angebot anpassen würden. Größte Fachkräfteengpässe bei hoch qualifizierten Fachkräften Insbesondere Meister, Fachwirte und Techniker fehlen. In ein paar Jahren werden rund ein Fünftel aller Stellen für diese hoch qualifizierten Fachkräfte nicht zu besetzen sein. Überdurchschnittlich hoch fällt dieser Mangel in den Bereichen Mechatronik und Automatisierungstechnik, Technische Forschung und Entwicklung, Mathematik, Biologie, Chemie und Umweltschutz sowie Maschinenbau aus. Im kaufmännischen Bereich werden besonders hoch qualifizierte Fachkräfte der Berufsgruppen Einkauf, Vertrieb, Handel, Unternehmensführung und -organisation, Gesundheit und Medi - zintechnik fehlen. Bei den Akademikern wird der Engpass bei Wirtschaftswissenschaftlern am größten sein. Auch Ingenieure wird es weiter zu wenige am Arbeitsmarkt in der Region Heilbronn- Franken geben. Mangel auch bei mittleren Qualifikationen Die Unternehmen werden ihren Bedarf an Fachkräften mittlerer Qualifikation, also Personen, die eine Berufsausbildung, aber keine Weiterqualifizierung gemacht haben, ab 2019 ebenfalls nicht mehr decken können. Hier sind zum Beispiel ganz besonders die Berufe in Bauplanung und Vermessung, Rohstoffgewinnung, Mathematik, Biologie, Chemie und Umweltschutz, Erziehung und Soziales betroffen. Selbst der Überschuss im Bereich der Hilfskräfte wird in den nächs ten Jahren abschmelzen und ab 2026 wird es an dieser Stelle in Heilbronn-Franken nach und nach zu einem Mangel kommen. Die vom Mangel am stärksten betroffenen Branchen sind der Dienstleistungsbereich, der Öffentliche Dienst und das Gesundheits- und Sozialwesen. Sollte es nicht gelingen, rasch zusätzliche Fachkräftepotenziale zu erschließen, werden die Unternehmen gezwungen sein, Teile ihrer Aktivitäten ins Ausland 18 w.news JUNI 2016

© CrazyCloud – Fotolia.com zu verlagern. Elke Döring: „Hier ist die Politik gefordert durch geeignete Rahmenbedingungen die Voraussetzungen zur Erschließung neuer Fachkräftepotenziale deutlich zu verbessern. Dazu zählen beispielweise eine optimierte Berufs - orientierung, der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung oder die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters.“ Qualifizierung von Flüchtlingen könnte Mangel abfedern Der große Flüchtlingszustrom wird die Fachkräftelücke nicht grundsätzlich und schon gar nicht kurzfristig füllen können – dies weiß man inzwischen. Denn die meisten Flüchtlinge bringen weder die nötigen Deutschkenntnisse noch die geeigneten Qualifikationen mit. „Das Ziel muss daher sein, die Flüchtlinge so schnell wie möglich fit für unseren Arbeitsmarkt zu machen und so viele Flüchtlinge wie möglich über unsere Bildungs- und Ausbildungssysteme in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, erklärt die IHK-Hauptgeschäftsführerin. Da ein Großteil der Flüchtlinge jünger als 30 Jahre ist, sind die Chancen dafür gut. IHK-Fachkräftemonitor & Demografierechner Die jährlich aktualisierte Webanwendung IHK-Fachkräftemonitor für Baden- Württemberg zeigt die Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Fachkräftearbeitsmarkt, den zeitlichen Verlauf des Fachkräftemangels sowie die Berufe mit dem größten Mangel beziehungsweise Überschuss an Fachkräften bis zum Jahr 2030 auf. 105 Berufsgruppen und Qualifikationsniveaus in 19 Branchen beziehungsweise in den zwölf IHK- Regionen Baden-Württembergs werden abgedeckt. Der Monitor basiert auf einem Berechnungs- und Prognosemodell, das die WifOR Wirtschaftsforschung GmbH, Darmstadt, im Auftrag der baden-württembergischen IHKs entwickelt hat. Ergänzt wird der IHK-Fachkräftemonitor von dem ebenfalls jährlich aktualisierten IHK-Demografierechner. Dieser beruht auf dem gleichen Prognosemodell und ermöglicht Unternehmen die Analyse ihrer betrieblichen Altersstruktur und ihres künftigen Bedarfs an Fachkräften. Beide Webanwendungen sind kostenfrei auf der IHK-Homepage abrufbar: www.heilbronn.ihk.de/demografierechner www.heilbronn.ihk.de/fachkraeftemonitor NEUE GEBÜHRENORDNUNG Der Gebührentarif der IHK Heilbronn-Franken wurde systematisch überprüft und die Gebühren neu festgelegt. Im Ergebnis führt dies bei rund zwei Drittel aller derzeitigen Ausbildungsbetriebe der Region zu einer deutlichen Entlastung. Insbesondere für Kleinbetriebe kann dies ein zusätzlicher Anreiz sein auszubilden. Aus der Überprüfung resultiert auch eine Erhöhung für die Weiterbildungsgebühren. Im Vergleich zu den Gebühren anderer IHKs in Baden- Württemberg, fallen diese jedoch nach wie vor niedrig aus. Ein weiterer Aspekt der Änderung ist der Zeitpunkt, an dem die Gebühr anfällt. Künftig wird die Gebühr zeitlich gestaffelt erhoben: Ein Teil fällt bei Ausbildungsbeginn, der zweite Teil vor der Zwischenprüfung und der dritte Teil vor der Abschlussprüfung an. Über die einzelnen Änderungen werden die Ausbildungsunternehmen in den nächs - ten Wochen schriftlich informiert. Die Vollversammlung der IHK Heilbronn- Franken hat der Neufassung der Gebührenordnung in ihrer Sitzung am 22. März zugestimmt und die neue Gebührenordnung beschlossen. Die neue Gebührenordnung wird in dieser w.news Ausgabe 06/2016 (siehe Seite 66 ff) veröffentlicht und tritt am 1. September 2016 in Kraft. Bis dahin gilt die bisherige Gebührenordnung. (red) KONTAKT Bereich Berufsbildung Aus- und Weiterbildung Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken Ferdinand-Braun-Straße 20 74074 Heilbronn JUNI 2016 w.news 19

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