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FORSCHUNG + ENTWICKLUNG | w.news 10.2016

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10.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: FORSCHUNG + ENTWICKLUNG • START-UPS • EXISTENZGRÜNDER • Advertorial B4B Themenmagazin

IHK + Region © Müller

IHK + Region © Müller Auf einem roten Ledersofa in einem weiß gekachelten Wohnzimmer sitzt Otto Wirth, Schädlingsbekämpfer aus Gaisbach. Am Boden ist nicht eine Staubflocke zu sehen, kein einziger Fingertapser auf dem Glastisch. Glatte, gut abwischbare Flächen. Milben fühlen sich hier nicht besonders wohl. Das Handy vibriert, Otto Wirth nimmt ab: „WK-Hygiene, Haus für Schädlingsbekämpfung.“ Eine Männerstimme ertönt und erklärt: „Herr Wirth, wir haben hier eine Schabe gefunden und in einem Glas gefangen. Können Sie kommen und sich diese ansehen?“ Wenn es kreucht und fleucht Der gebürtige Ludwigsburger kommt aus der Hygiene-Branche, war früher in Krankenhäusern tätig, hat rund 45 Jahre Erfahrung und täglich mit unerwünschten Lebewesen zu tun. Mit seiner Frau Beate, die vor allem für das Administrative zuständig ist, führt er seinen Betrieb, der im September kommenden Jahres 30 Jahre alt wird. Und er rückt schnell aus, wenn es kreucht und fleucht. „Ich lasse meine Kunden nicht warten. Das geht bei diesem Job nicht. Wenn es einen akuten Fall gibt, schaue ich, dass ich oder einer meiner drei Mitarbeiter so schnell wie möglich hinfährt.“ Dabei ist egal, wohin er gerufen wird und um welches Tier es sich handelt. „Wir fahren nach Mannheim und Stuttgart ebenso wie nach Nürnberg“, betont er. Ob das nun Bettwanzen, Tauben, Ameisen oder Mäuse sind sei egal. Diskretion allerdings sei selbstverständlich und ein Muss. Umfeldwissen gefragt Die meisten Schädlinge übertragen Krankheiten, aber nur eine Handvoll Betriebe hätten wirklich die nötige Kompetenz und Erfahrungen, um einen Schädlingsbefall schnell in den Griff zu bekommen, kritisiert Wirth und schaut dabei streng durch seine runden Brillengläser. „Das Wichtigste ist das spezifische Umfeld-Wissen.“ Das heißt, genaue Kenntnisse über jedes Tier, seine Fressund Vermehrungsgewohnheiten und ein detailliertes Wissen über die Verhaltensweisen an den verschiedenen Orten mit ihren jeweiligen Begebenheiten. „Ein richtiger Fachmann weiß genau, wann und wie die Vermehrung stattfindet und welche Auswirkungen Wetter und Temperaturschwankungen auf die Wirkung von 8 OKTOBER 2016

IHK + Region Giften und Erfolg haben können. Dieses Wissen ist aber bei vielen Schädlingsbekämpfern nicht selbstverständlich.“ Warten, bis eine stirbt Gerade in Werkshallen nahe landwirtschaftlicher Flächen kann es häufiger zu Maschinenausfällen kommen, wenn Schädlinge eindringen. Generell seien Schädlingsbefälle, beispielsweise mit Ratten, kein Problem, obwohl diese neben Wildschweinen und Rabenvögeln die schlauesten Tiere Europas seien. „Bei den Ratten gibt es einen Vortester, der das Futter immer zuerst probiert. Dann wartet die ganze Gruppe etwa 30 bis 40 Stunden. Bleibt Ersterer am Leben, wird der Köder vom Leittier freigegeben. Darauf sind die Gifte aber inzwischen angepasst, die wirken dann erst nach über 40 Stunden.“ Rattenplage – extremster Einsatz Sogar die schlimmste Rattenplage – ein Fall der vor einigen Jahren auch durch die Medien ging – habe er in nur wenigen Wochen in den Griff bekommen, obwohl es etwa 400 bis 500 Tiere waren. „Das war der extremste Einsatz meiner ganzen Laufbahn. Haus und Hof einer älteren Dame war so befallen, dass sie nachts ihre Katzen in Sicherheit bringen musste, weil diese das sonst nicht überlebt hätten.“ Entsorgen musste er die Tiere nicht. Ratten, wie auch viele andere Tiere, verkriechen sich bevor sie sterben und sind dann kaum mehr auffindbar. Konsum- und Wegwerfgesellschaft Derzeitige Entwicklungen begünstigen die Vermehrung vieler Schadtiere. Die Ursache ist oft der Mensch. Die Konsum- und Wegwerf-Gesellschaft – das beliebte Fast-Food- und „To-Go“-Essen hat viel damit zu tun. Wirth betont: „Dass in den letzten Jahren immer mehr Fälle auftreten, hat auch mit den Essensresten zu tun, die in Schachteln zurückbleiben. Manchmal sind Mülleimer überfüllt, aber es gibt auch viele Menschen aus anderen Kulturen, die ein ganz anderes Verständnis von Hygiene und Müllbeseitigung haben sowie wenig Umweltbewusstsein mitbringen.“ Manchmal habe er Einsätze in Flüchtlingsheimen, wo der Müll einfach vom Balkon geworfen werde, das locke Tiere an. Wissen, wie das Spiel der Natur geht Hinzu komme die Schnell- und Billigbauweise. Mäusen, Ameisen und Milben werde es damit immer leichter gemacht: Hohlräume blieben öfter unverputzt und Neubauten würden meist nicht ausreichend lang getrocknet. Die Folgen seien der Befall von verschiedenen Ungeziefern und verstärkt auch Schimmel oder Milben. Otto Wirth erklärt: „Manchmal rufen sogar Architekten bei mir an und fragen um Rat. Es gibt eben Verhältnisse, die das Auftreten von Schädlingen begünstigen. Ich habe zwar Möglichkeiten diese zu beseitigen, die Ursache aber bleibt bestehen und das Problem ist dann nur für einen kurzen Zeitraum behoben und wird sich wiederholen. Man muss einfach Praxis und Umfeldwissen haben, um das Spiel der Natur zu verstehen, sonst bekommt man früher oder später Schwierigkeiten.“ H ALLEN Industrie- und Gewerbehallen von der Planung und Produktion bis zur schlüsselfertigen Halle Wolf System GmbH 94486 Osterhofen Tel. 09932/37-0 gbi@wolfsystem.de www.wolfsystem.de www.wk-hygiene.info © Müller OKTOBER 2016 9

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