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FORSCHUNG + ENTWICKLUNG | w.news 10.2016

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10.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: FORSCHUNG + ENTWICKLUNG • START-UPS • EXISTENZGRÜNDER • Advertorial B4B Themenmagazin

Geld + MÄRKTE

Geld + MÄRKTE GESCHÄFTE MACHT MAN NUR MIT FREUNDEN © chungking – Fotolia.com Fit für die deutsch-indische Projektarbeit: Länderübergreifendes Projektmanagement gehört in einer vernetzten Welt zum Geschäftsalltag. Unterschiedliche Arbeits- und Kommunikationskulturen kosten jedoch Zeit, Geld und gefährden mitunter das gesamte Projekt. Allerdings bieten gerade die kulturellen Unterschiede oft enormes Kreativ- und Erfolgspotenzial für neue Lösungsansätze und Synergien. V o n D r . F r i t z A u d e b e r t Die Vertrauensbasis ist entscheidend für den Erfolg des gesamten Projektes – bereits beim Kick- Off-Meeting. Indien zählt dabei zu den beziehungsorientierten Kulturen. Von Kindesbeinen an sind Inder in hierarchische Beziehungsgeflechte eingebunden, die Fürsorge und Schutz „von oben“ und im Gegenzug Loyalität und Gehorsam garantieren. Auch im Arbeitsleben fühlen sich Inder am wohlsten, wenn sich das Projektteam als quasi „zweite Familie“ präsentiert. Eine Zusammenarbeit getragen von Vertrauen, Offenheit, Loyalität, und Commitment lässt sich nur erreichen, wenn Inder das Gefühl haben, als Menschen statt nur als Arbeiter wahrgenommen zu werden. So sollte man gerade zu Beginn ausreichend Zeit in ein persönliches Kennenlernen investieren. Bei rein virtueller Zusammenarbeit reicht auch ein nettes Telefonat zum gegenseitigen Vorstellen oder eine Videokonferenz mit persönlichem „Touch“ zum Eisbrechen. Kreativität ist Trumpf – je sympathischer der Einstieg, desto besser. AHK-SPRECHTAG INDIEN Am Dienstag 11. Oktober findet im Heilbronner Haus der Wirtschaft (IHK) ein AHK-Sprechtag Indien statt. Dirk Matter, Geschäftsführer der Deutsch-Indischen Handelskammer in Düsseldorf, steht an diesem Tag für Fragen in individuellen 45-minütigen Einzelgesprächen zur Verfügung. KONTAKT Slim Derouiche IHK-Referent Außenwirtschaft Telefon 07131 9677-137 E-Mail slim.derouiche@heilbronn.ihk.de „The boss is always right!“ Der Projekt-Kick-Off ist auch eine wichtige Gelegenheit zum Klären der hierarchischen Verhältnisse. In Indien hat die Führungskraft in der Regel die alleinige Entscheidungsbefugnis. Der indische Projektmitarbeiter sieht sich als Ausführender, der die Vorgaben des Chefs aus Respekt vor dessen Position nicht infrage stellt. In Deutschland zählen Eigenständigkeit, Kreativität und Mitdenken zu den elementaren Anforderungen an die Experten im Projektteam. Das eher abwartende Verhalten vieler Inder dagegen wird fälschlich als Passivität, Unmotiviertheit oder sogar als Sabotage missverstanden. Interkulturelle Missverständnisse entstehen beispielsweise, wenn mangelnder Widerspruch seitens der indischen Kollegen als Zustimmung gedeutet wird, diese aber einfach nur höflich sein wollten. So warten indische Kollegen mit Entscheidungen teils bis der Projektleiter auftaucht. Daher hat der Projektleiter gegenüber seinen indischen Kollegen in Indien immer die „Holschuld“ – er fordert den aktiven Dialog ein und hält den 30 OKTOBER 2016

Geld + Märkte Kontakt bewusst zu seinen Teammitgliedern aufrecht – er nimmt sie mit. „Never say no!“ Inder werden von Kindheit an dazu erzogen, ein „Nein“ im Sinne einer Ablehnung – auch „Es geht nicht“, „Ich schaffe es nicht …“ – zu vermeiden. Sehr gerne wird gesagt, was das Gegenüber gerne hören möchte. Harmonie ist Trumpf! Daher sollte man auf Nuancen zwischen den Zeilen achten. Ein „We´re working very hard on this“ oder „I´ll get back to you later“ kann eine indirekte Ablehnung sein, die man als direkt Kommunizierender leicht überhört. Bei all den Unterschieden in deutschindischer Arbeitskultur sollte man aber nicht vergessen, dass Projektarbeit über Kulturgrenzen auch Chancen birgt: bei richtiger interkultureller Vorbereitung lassen sich nicht nur Fettnäpfchen vermeiden und Projekte wunschgemäß „in time, in budget, in scope“ abschließen. Man kann auch lernen, neue Herangehensweisen auszuprobieren und Synergiepotenziale zu nutzen. Inder sind, wenn man erst einmal ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut hat und sie sich gut geführt fühlen, sehr flexibel und innovativ, höchst motiviert und hart arbeitend. Man muss nur wissen, wie. DER AUTOR Dr. Fritz Audebert ist Gründer und CEO der ICUnet.AG. Diese ist, nach eigenen Angaben, Service-, Innovations- und Qualitätsführer für interkulturelle Beratung, Qualifizierung und Global Mobility Management. Das interdisziplinäre Expertenteam mit Kompetenz für mehr als 75 Länder und 25 Sprachen bereitet jährlich mehrere tausend Fach- und Führungskräfte auf die internationale Zusammenarbeit vor, berät und unterstützt Unternehmen beim Aufbau neuer Standorte in fremden Märkten und revolutioniert Global Mobility. www.icunet.ag OKTOBER 2016 31

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