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FORSCHUNG + ENTWICKLUNG | w.news 10.2016

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10.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: FORSCHUNG + ENTWICKLUNG • START-UPS • EXISTENZGRÜNDER • Advertorial B4B Themenmagazin

Titel Mit Forschung

Titel Mit Forschung verbinden viele Menschen weiße Kittel, ein Labor mit Reagenzgläsern, Doktoranden und Universitäten. Auch wenn dieses Bild der Grundlagenforschung in den Köpfen dominiert, sieht die Realität mitunter anders aus. Denn der größte Teil an Forschung und Entwicklung (FuE) wird in den Unternehmen und entlang der Wertschöpfungskette geleistet. Deutschlandweit entstammen zwei Drittel der FuE-Ausgaben der Wirtschaft und ein Drittel dem Staats- und Hochschulsektor. Dabei steigt der Anteil an den FuE- Ausgaben der Wirtschaft in BW sogar auf 80 Prozent (2013). Hierzu ist interessant zu wissen, dass die Entwicklung eines Patents in der Wissenschaft, im Gegensatz zur Wirtschaft, nicht als wissenschaftliche Veröffentlichung gesehen wird und somit nicht zur Reputationssteigerung dient. Was unter FuE verstanden wird, hängt also von der Perspektive des Betrachtens ab. FuE-Ausgaben in Deutschland In Baden-Württemberg betrugen 2013 die Ausgaben für FuE rund 4,8 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit einem Seitwärtstrend bei 2,8 Prozent auf Augenhöhe mit den USA im vorderen Bereich. Japan, Israel und Korea führen im Aufwärtstrend mit 3,5 beziehungsweise circa 4 Prozent. Den höchsten Anteil an den FuE-Ausgaben in Deutschland verzeichnet der Fahrzeugbau mit 41,7 Prozent, gefolgt von Elektrotechnik, Chemie (inkl. Pharma) und dem Maschinenbau (BMBF, Bundesbericht Forschung und Innovation 2016). Forschung in Heilbronn-Franken Im Bundesvergleich weist Baden-Württemberg nicht nur die höchste Patentzahl pro Einwohner, sondern auch die mit Abstand höchste FuE-Ausgabenintensität aus. Heilbronn-Franken liegt dabei im Schnitt von Baden-Württemberg, also im Mittelfeld der Spitze von Deutschland. Zahlreiche Technologie- und Marktführer der Region stehen für den Erfolg der unternehmerischen Forschung und Entwicklung und so wundert es nicht, wenn Preise wie der Hermes Award oder der Deutsche Zukunftspreis an Unternehmen aus der Region gehen. Die öffentliche Forschungslandschaft in der Region ist vielfältiger als man vermutet. Neben dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und dem Fraunhofer Institut für Silicatforschung in Bronnbach gibt es zahlreiche Insti - tute an den Hochschulen der Region, wie der Hochschule Heilbronn, der DHBW Heilbronn und DHBW Mosbach oder der GGS. Hinzu kommen Landesanstalten für Schweinezucht oder die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau. Mit der Lage der Region zwischen Würzburg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und Nürnberg besteht in unmittelbarer Nachbarschaft Anschluss an große Universitäten. Ergänzt wird das Spektrum durch die Forschungsgemeinschaft „Technik und Glas“ sowie das angrenzende Hohenstein Institut. „Öffentliche Forschungslandschaft, vielfältiger als man denkt. “ Durch Einsatz der Hochschulen, der Unternehmen und der IHK, konnten verschiedene Verflechtungen zu den größeren Universitäten und Instituten hergestellt werden, wie zum Beispiel durch das Kompetenzzentrum Logwert, das sich mit neuen Fragestellungen zu Verkehr und Logistik in der regionalen Wertschöpfung beschäftigt. Oder einem deutschlandweiten Forschungsprojekt, das Unternehmen ermöglichen soll, mit einfachen Mitteln Geschäftsmodelle aus BigData abzuleiten. Hier zählt die IHK Heilbronn-Franken zu den drei Pilotkammern deutschlandweit. Hinzu kommen weitere Forschungsprojekte, an denen die Region beteiligt ist, wie zum Beispiel ein Projekt zum autonomen Fahren, das als Verbund unter der Leitung des Forschungszentrums Informatik (FZI) in Karlsruhe, mit der Hochschule Heilbronn, dem KIT sowie dem Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) durchgeführt wird. Einen guten Überblick zur Vielseitigkeit der Forschung in der Region bieten auch die Preisträger des IHK-Forschungstransferpreises aus den verschiedensten Branchen und Forschungsrichtungen. Grundlage für Forschung und Entwicklung sind fähige Köpfe, meist Akademiker, sowohl an Universitäten als auch in den Unternehmen. Mit der roten Laterne bei Studenten pro Einwohner im Land besteht in der Region jedoch ein großes Defizit. Hier können Verknüpfungen und Positionierung durch Kooperationsprojekte, auch über die Regionsgrenze hinaus, den Unternehmen und Forschungseinrichtungen helfen. Bedeutung von Forschung und Entwicklung für Unternehmen Stillstand ist gleichbedeutend mit Rückschritt. Daher ist auch die stetige Weiterentwicklung von Prozessen und Produkten für den langfristigen Erfolg ebenso wichtig wie die Flexibilität, auf neue Anforderungen und Technologiesprünge reagieren zu können. Ob man dabei die Rolle des Innovators oder „early adopters“ einnimmt, ist eher eine strategische Fragestellung. Zwölf Prozent der weltweit gehandelten forschungs- und entwicklungsintensiven Waren kommen nach Aussage des BMBF aus Deutschland. Damit liegt die Bunderepublik auf dem zweiten Platz hinter China. Laut Global Innovation Index 2016 gibt es hier einen Aufwärtstrend. Demnach gelingt es deutschen Unternehmen immer besser, FuE-Aufwendungen in marktfähige Produkte umzumünzen. Voraussetzung dafür sind allerdings Ausgaben im FuE-Bereich. Eine Umfrage der IHKs in Baden-Württemberg zeigt, dass seit 2010 der Anteil an Unternehmen ohne FuE-Ausgaben um sechs Prozentpunkte zugenommen hat. 16 OKTOBER 2016

Titel Dennoch beträgt der Anteil der FuE- Ausgaben bei 42 Prozent der Befragten über 3,5 Prozent und bei einem Viertel der Unternehmen sogar mehr als 8,5 Prozent des Umsatzes. Dabei öffnet sich die Innovationsschere besonders deutlich bei Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. Innova tionsgutscheine des Landes bieten diesen Unternehmen eine gute Möglichkeit, mit Zuschüssen und externen Partnern Innovationen umzusetzen (BWIHK, Umfrage Technologiepolitik 2015). Kapitalstarke Unternehmen, die in FuE- Aktivitäten investieren, steigern dabei den Unternehmenswert langfristig um 11,6 Prozent, laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Kapitalschwache Unternehmen, die keine größeren Summen investieren können, ledig lich um 2,3 Prozent. So wundert es nicht, dass laut DIHK-Innovationsreport (2015/2016) 62 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern ihre Innovationsaktivitäten ausweiten, während bei den KMUs mit weniger als 250 Mitarbeitern lediglich 41 Prozent ihre Aktivitäten in diesem Bereich erhöhen möchten. Dieser Trend wird im Bereich Digitalisierung noch deutlicher. Während jedes zweite große Unternehmen dieses Thema intensiver bearbeiten möchte, wird sich bei den KMUs nur jedes dritte Unternehmen stärker mit diesem Trend beschäftigen. Als Hemmnisse für FuE-Aktivitäten nennen viele Unternehmen laut DIHK- Studie mangelnde Fachkräfte, Bürokratie (insbesondere Zeit- und Kostenaufwand bei Zulassungs- und Genehmigungsverfahren), fehlende Breitband anbindung sowie Kosten für Schutzrechte. Auch mangelndes Risikokapital sehen viele Unternehmen als Hemmschuh für Innovationen. Große Chancen bestehen insbesondere bei externen FuE-Dienstleistern, die von einem Trend der Auslagerung von FuE-Leistungen profitieren können. UNTERSTÜTZUNG DURCH DIE IHK • Suche nach geeigneten Förderprogrammen • Vermittlung von Kooperationspartnern • Informationen zum Thema Schutzrechte • Ausschreibung des IHK-Forschungstransferpreises • Informationen zum Innovationsmanagement • www.top-wissenschaft.de KONTAKT Kai Plambeck Referent Innovation Geschäftsbereich Standortpolitik Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken Ferdinand-Braun-Straße 20 74074 Heilbronn Telefon 07131 9677-297 E-Mail kai.plambeck@heilbronn.ihk.de www.heilbronn.ihk.de Forschung ist die stärkste Waffe im Kampf gegen den Krebs – ohne sie gibt es keinen Fortschritt. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt zahlreiche Projekte renommierter Wissenschaftler. Ihre Forschung bringt die Krebsmedizin in Deutschland langfristig voran. Denn nur so erhalten die Patienten die bestmögliche Behandlung. Mehr Informationen und Beratung erhalten Sie auch unter (02 28) 7 29 90-0. Gemeinsam mit Prof. Dr. Rita Schmutzler und Prof. Dr. Christian Reinhardt für das Leben. Beide forschen gegen den Krebs.

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