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Fair Trade | w.news 02.2016

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02.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Fair Trade • Berufskraftfahrer • Advertorial B4B Themenmagazin (bisher Verlagsjournal wirtschaftinform.de) • Schwäbisch-Hällisches Landschwein • Mohrenköpfle • Würth Elektronik eiSos

I H K + R E G I O N

I H K + R E G I O N HERAUSFORDERUNGEN ANGEHEN Am 13. März findet die 16. Wahl zum Landtag von Baden-Württemberg statt. Welche Hoffnungen setzt die IHK in die neue Landesregierung? W.news sprach mit IHK- Hauptgeschäftsführerin Elke Döring über ihre Erwartungen an die dann neu gewählte Landesregierung. Was werden Ihrer Meinung nach die bestimmenden Themen und Herausforderungen einer neuen Landesregierung für die kommende Legislaturperiode sein? Eine der größten Herausforderungen für die Zukunft wird sein, wie wir mit der Flüchtlingsfrage umgehen. In diesem Zusammenhang sehe ich auch die Themen demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Umbau der Sozialsysteme und Bildung – hier speziell auch die Stärkung der Dualen Ausbildung. Weitere wichtige Themenfelder werden die Digitalisierung – Stichwort Industrie 4.0 und Ausbau der digitalen Infrastruktur speziell im ländlichen Raum – die Sicherstellung einer umweltgerechten Energieversorgung zu verträglichen Preisen, der dringend nötige Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Innovationsförderung sowie Bürokratieabbau sein. Ich könnte jetzt noch viele weitere Bereiche nennen, doch das würde hier wohl den Rahmen sprengen. Sicher ist: Es werden zahlreiche große Herausforderungen auf eine neue Regierung, aber natürlich auch auf uns alle, Wirtschaft und Gesellschaft, zukommen, die wir langfristig nur gemeinsam lösen werden können. Stichwort Flüchtlinge: Problem oder Chance? Dazu hat sich die Vollversammlung in ihrer letzten Sitzung am 3. Dezember klar positioniert. Die Wirtschaft bekennt sich zu einem weltoffenen Heilbronn- Franken, das sich seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung bewusst ist und dementsprechend handelt. Entscheidend wird sein, ob es uns gelingt, eine große Zahl der Flüchtlinge rasch zu integrieren, sie in Beschäftigung und Ausbildung zu bringen. Hier erwarten wir konkrete Unterstützung durch die Landesregierung. Zum einen müssen durch die Politik die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit Flüchtlinge möglichst unbürokratisch einen raschen Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen. Zum anderen sollte die neue Landes - regierung den Einsatz der IHK und ihrer Mitgliedsbetriebe, junge Flüchtlinge in Ausbildung zu bringen, angemessen finan ziell fördern. Mit Blick auf die sich öffnende Fachkräftelücke sind für die Unternehmen in Heilbronn-Franken auch in der Gruppe der Flüchtlinge Potenziale vorhanden. Ein Teil der Menschen, die zu uns kommen, ist gut ausgebildet oder an der Aufnahme einer Ausbildung interessiert, oftmals hoch motiviert und an ihrem beruflichen Fortkommen interessiert – dies gilt es in beiderlei Interesse zu nutzen. Deshalb fordert die Wirtschaft die Beschleunigung aller Asylverfahren durch Prozessvereinfachung wo immer möglich sowie eine klare Fokussierung auf eine schnelle Entscheidung über Asyl anträge aus Ländern mit einer niedrigen Bleibeperspektive. Für Asylbewerber mit hoher Bleibeperspektive stellt die duale Berufsausbildung eine der besten Formen zur Integration dar. Angesichts der großen Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze ist dies nicht nur eine Chance für die Jugendlichen, sondern auch für die heimische Wirtschaft. Betriebe und Jugendliche brauchen hierbei aber Rechts- und Planungssicherheit. Für jugendliche Asylbewerber und Geduldete mit hoher Bleibeperspektive, die eine berufliche Ausbildung beginnen, sollte während der dreijährigen Ausbildung und für weitere zwei Jahre des Berufseinstieges ein Abschiebeschutz bestehen. Die hierfür geltende Altersgrenze für die Aufnahme einer beruflichen Ausbildung sollte auf 25 Jahre angehoben werden. Ich erwarte dabei, dass sich eine neue Landesregierung bei diesen zentralen Themen auch bundespolitisch in diesem Sinne einsetzt. Was kann und muss die neue Landesregierung Ihrer Ansicht nach zum Ausbau der Infrastruktur beitragen? Hier liegen mir – außer den großen auf Bundesebene angesiedelten Ver - kehrs infrastrukturprojekten wie der Ausbau der A6, des Schienennetzes und der Neckarschleusen – die Sicherstellung einer verlässlichen und bezahlbaren Ener gieversorgung, vor allem auch der Breitbandausbau am Herzen, denn die zunehmende Digitalisierung, neue Technologien und das Internet bringen für Gesellschaft und die Wirtschaft fundamentale Veränderungen mit sich. Gerade für mittelständische Unternehmen eröffnen sich mit der Digi ta li sie rung große Chancen, aber auch beträchtliche Herausforderungen. Mit der vom Land initiierten „Allianz Industrie 4.0 Baden- Württemberg“, die bundesweit einmalig ist, hat die noch amtierende Landes - regierung einen wichtigen und großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Dieser Prozess muss auch in der kommenden Legislaturperiode konsequent weitergeführt werden. Wir müssen was die Infrastruktur als Ganzes anbelangt, heute die Weichen für die Zukunft stellen. Dabei ist der flächendeckende Ausbau von schnellem Internet unabdingbar. 10 w.news FEBRUAR 2016

I H K + R E G I O N IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Döring. Vor allem auch in unserer stark ländlich geprägten Region muss hier noch deutlich mehr geschehen, wenn wir verhindern wollen, dass – wie schon geschehen – Unternehmen aufgrund eines mangelnden Breitband ausbaus ihren Sitz verlegen und aus der Region abwandern. Im Bereich der Energieversorgung unterstützen wir die Ziele der Energiewende. Sie bietet – bei richtiger Ausgestaltung – große Chancen für die Technologie- und Innovationsentwicklung der Unternehmen der Region. Durch vielfältige Eingriffe in den Markt sowie eine mangelnde Koordination zwischen dem Bund und den Ländern, hat die Politik die Kosten der Energiewende deutlich aus dem Ruder laufen lassen. Hier gilt es zu handeln, denn für eine florierende und funktionierende Wirtschaft muss Strom für die Unternehmer bezahlbar bleiben, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Außerdem muss die Versorgungssicherheit gewährleistet sein. Spätestens mit Abschaltung der Kernkraftwerke Philippsburg 2 (Dezember 2019) und Neckarwestheim 2 (Dezember 2022) sind Engpässe in der Stromversorgung des Südwestens zu befürchten. So ist für das Gelingen der Energiewende von zentraler Bedeutung, dass der Ausbau der Netzinfrastruktur – unter anderem durch ausreichende Nord- Süd-Verbindungen für Strom und Gas – an die neuen Anforderungen der dezentralen und volatilen Energieerzeugung durch erneuerbare Energien angepasst wird. Auch hier besteht Handlungsbedarf. Leider wird bei vielen der angesprochenen Aufgaben und Projekte oft jahrelang diskutiert und nichts getan. Die - se Themen ständig neu zu adressieren – auch an eine neue Landesregierung – darin sehe ich eine Aufgabe der IHK. FEBRUAR 2016 w.news 11

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