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EUROPA 2019| w.news 05.2019

05.2019 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: Europa 2019 • Spedition, Logistik & Hebetechnik • Advertorial B4B Themenmagazin

Titel DER AUTOR

Titel DER AUTOR KahlenMedia-Gründer Rudolf Kahlen war vor seiner Tätigkeit als Unternehmer der leitende Redakteur Mittelstand bei den Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien, in der Hauptsache zuständig für das Unternehmermagazin impulse. Davor hatte er über 15 Jahre beim Wirtschaftsmagazin Capital verschiedene Ressorts geleitet. Seine journalistische Laufbahn startete er als Diplom-Volkswirt bei der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg, von der er als Wirtschaftsredakteur zur Hamburger Wochenzeitung Die Zeit wechselte. Im Anschluss berichtete er als Korrespondent des Spiegel von Frankfurt aus über Bankenund Börsenthemen. Wirtschaften sind wichtig. Doch stellen viele Regelungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unüberwindbare Hindernisse dar. Bei allen Gesetzesinitiativen muss sichergestellt sein, dass die Regelungen praxisnah gestaltet werden, sie auch für KMU umsetzbar bleiben und unnötige Bürokratie vermieden wird. Klageflut verhindern Die EU-Kommission erwägt, künftig Sammelklagen auch auf Schadenersatz zu ermöglichen. Auch wenn jedem Betroffenen bei Rechtsverstößen ein Ersatz für erlittene Schäden zusteht, gilt ganz klar: Eine private Klageindustrie muss verhindert werden. Das ließe sich zum Beispiel erreichen, wenn nur öffentlich-rechtliche Institutionen wie unabhängige Ombudsstellen klageberechtigt wären. KMU-Definition verbessern Die Definition der Größenklassen für Unternehmen muss sinnvoll angepasst werden. Dazu sollte der Schwellenwert für KMU von 250 auf 500 Mitarbeiter erhöht sowie die seit 2003 gültigen Werte für den Jahresumsatz und die Bilanzsumme der Preis- und Produktivitätssteigerung angepasst werden. Dies würde innovativen Mittelständlern einen vereinfachten Zugang zu EU-Programmen und Forschungsförderung ermöglichen. Erleichterungen im EU-Binnenmarkt, gerade bei Arbeitnehmerentsendung Innerhalb des Binnenmarktes gibt es trotz großer Fortschritte auch immer wieder neue Handelsbarrieren, zum Beispiel bei der vorübergehenden Entsendung von Mitarbeitern in Nachbarländer. Wenn deutsche Unternehmen ihre Arbeitskräfte – etwa für Reparaturen – kurzfristig entsenden müssen, sind jedes Mal umfangreiche bürokratische Meldevorschriften zu beachten, teilweise mit erheblichem Vorlauf. Damit sind die deutschen Unternehmen im Nachbarland nicht wettbewerbsfähig. Hier ist für die Firmen ein ortsund zeitflexibleres Arbeiten innerhalb der EU mit weniger Bürokratie nötig. Verwaltungsgebäude und Fertigungshalle - Backnang MAI 2019 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 22 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de

ZEHN GUTE GRÜNDE FÜR EUROPA Ohne das gemeinsame Europa wären viele Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft deutlich schlechter. Von Freya Lemcke 1. Der Binnenmarkt mit Zollunion senkt Kosten und Barrieren Durch den gemeinsamen europäischen Markt gibt es keine Zölle und weniger Hürden beim grenzüberschreitenden Handel mit Waren und Dienstleistungen. 2. Keine Schlangen an der Grenze Die meisten EU-Staaten verzichten auf Basis des Schengener Abkommens auf Grenzoder Passkontrollen. Auch Güter überqueren die Grenzen ohne Wartezeiten. 3. Niederlassungsfreiheit für Unternehmen und Arbeitnehmer Die EU macht grenzüberschreitende Investitionen und Verträge einfacher: Betriebe und Bürger haben das Recht, sich EU-weit niederzulassen und wirtschaftlich tätig zu werden. 4. Nur eine Währung innerhalb der Eurozone In 19 EU-Staaten zahlt man mit dem Euro. Somit fallen Umtauschgebühren und Wechselkursrisiken bei Transaktionen im Euroraum weg. 5. Ein starker Global Player Als größter Wirtschaftsraum der Welt hat die EU auf globaler Ebene mehr Gewicht – etwa in internationalen Organisationen, bei der Verhandlung von Handelsabkommen, bei der Einigung auf Standards und vielem mehr. 6. Planungssicherheit durch angeglichene Rechtsrahmen Wer in einem anderen EU-Land wirtschaftlich tätig ist, muss wegen des gemeinsamen EU-Rechts weniger Anpassungen vornehmen. Das bedeutet auch geringeren Verwaltungsaufwand und bietet besseren Schutz, etwa durch europaweite Patente. 7. Förderung von Wachstum in schwächeren Regionen Mit Mitteln aus speziellen EU-Fonds werden Standortnachteile von strukturschwächeren Regionen ausgeglichen – auch in Deutschland. Das verbessert die Infrastruktur für die Wirtschaft vor Ort. 8. Nachbarschaftspolitik – stabile Märkte jenseits der EU-Grenze Die EU trägt zur Stabilisierung und wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Nachbarn bei und erleichtert Wirtschaftsbeziehungen durch die Verbreitung ihrer Regeln und Standards. 9. Innovationsvorsprung durch Forschungsförderung Mit Programmen wie Horizon 2020 fördert die EU grenzüberschreitende Spitzenforschung und unterstützt so innovative Unternehmen. 10. Mehr als 60 Jahre Frieden und Stabilität Nicht nur ein Wirtschaftsfaktor: Seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1957 ringen die beteiligten Staaten manchmal um schwierige Kompromisse. Auch das beschert Europa die bislang längste Friedensperiode seiner Geschichte und damit politische Stabilität für unternehmerisches Handeln. DIE AUTORIN © DIHK Freya Lemcke ist Sonderbeauftragte Europawahl des DIHK in Brüssel. www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 23 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- MAI 2019

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Monatlich erscheint das von der IHK Heilbronn-Franken herausgegebene und von uns verlegte Wirtschaftsmagazin w.news, das unser Advertorial B4B Themenmagazin (bis 12.2015 Verlagsjournal wirtschaftinform.de) zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen enthält. Das Wirtschaftsmagazin w.news wird hier gleichzeitig als Online-Magazin publiziert.