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Digitalisierung | w.news 05.2016

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05.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Digitalisierung • Kind + Beruf • Advertorial B4B Themenmagazin

dossier K I N D + B E R

dossier K I N D + B E R U F Beispiel völlig normal, dass schwedische Mütter oder Väter ein geschäftliches Meeting früher verlassen, weil sie ihre Kinder abholen müssen.“ Die gesetzlich verankerte Elternzeit ist in Schweden 18 Monate lang, wo - von inzwischen drei Monate jedem der Eltern teile vorbehalten sind. Sie kann in Absprache mit dem Arbeitgeber relativ flexibel aufgeteilt und bis zum 8. Geburtstag des Kindes in Anspruch genommen werden. Das dazugehörige Elterngeld ist im Allgemeinen höher als in Deutschland. Es ist als Lohnersatz ausgelegt und deshalb für viele Väter attraktiv, die auch in Schweden durchschnittlich mehr verdienen als Mütter. Direkt nach der Geburt des Kindes stehen dem Vater außerdem zehn Arbeitstage Vaterschaftsurlaub zu. Unterschiede gibt es zudem bei der Kinderbetreuung. Kindertagesstätten sind flächendeckend vorhanden und in der Regel ganztägig geöffnet. Sie werden von den Kommunen organisiert, betriebliche Einrichtungen gibt es nicht. Frank Luthardt: „Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht in Schweden bereits seit den 1960er Jahren auf der Tagesordnung und wird als gesellschaftlich wichtig angesehen. Hintergrund ist das Ziel der Mobilisierung aller verfügbaren Arbeitskräfte und der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist die individuelle Besteuerung von Einkommen. Das Ehegatten- Splitting wurde bereits 1971 abgeschafft.“ So sei das schwedische System leistungsfähig, allumfassend und beliebt. Ein entscheidender Faktor dafür, dass Schweden eine höhere Geburtenrate und Frauen- Beschäftigungsquote vorweisen kann als Deutschland. Durch den hohen Umfang der Leistungen sind die Kosten, die über Steuermittel und Kita-Gebühren erbracht werden, jedoch auch vergleichsweise hoch. Betreuungsangebot, Geburtenrate und finan ziel le Unterstützung Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat einen nicht unbeträchtlichen Einfluss auf die Geburtenrate. Dieser Schluss liegt jedenfalls sehr nahe, wenn man sich die beiden Länder Frankreich und Deutschland genauer ansieht. In Frankreich arbeiten viel mehr Mütter in Vollzeit und bekommen gleichzeitig deutlich mehr Kinder, wohingegen in Deutschland die Frauen viel stärker gezwungen sind, sich zwischen Beruf und Karriere zu entscheiden – offenbar zum Nachteil ihrer Bereitschaft, Kinder zu bekommen. Die Geburtenrate in Deutschland ist eine der niedrigsten in der Europäischen Union. Daher haben hier Vollzeit arbeitende Frauen – im Gegensatz zu Frankreich – oft gar keine Kinder. ”Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat einen nicht unbeträchtlichen Einfluss auf die Geburtenrate. “ So sind eine Mehrzahl der Deutschen laut dem Monitor für Familienforschung 2009 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) der Meinung, dass ein besseres Betreuungsangebot für Kinder die Geburtenrate ansteigen lassen würde. Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung haben aber nicht nur die umfangreichen Möglichkeiten zur Kinderbetreuung darauf einen Einfluss, auch die Kombination von wirtschaftlichen, strukturellen und sozialen Aspekten mache Frauen in Frankreich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf viel leichter. Die Maßnahmen zur Vereinbarkeit zögen sich durch viele Politikbereiche – durch die Arbeits- und Sozialpolitik und die Gleichstellungs- und Bildungspolitik, aber auch die finanzielle Unterstützung von Familien spiele eine wichtige Rolle. So sei das System der finanziellen Unterstützung von Familien, zusammengesetzt aus Zuschüssen und Steuererleichterungen, in Frankreich besser an die Bedürfnisse von Familien angepasst. Generell würden alle Familientypen gefördert und Haushalte mit zwei Verdienern finanziell nicht benachteiligt. Auch die Betreuung durch Kindermädchen oder Tagesmütter wird staatlich bezuschusst. Dadurch gibt es in Frankreich die größte Variationsbreite an staatlich geförderten privaten und öffent lichen Betreuungsangeboten innerhalb Europas. Fast jedes dritte Kind wird durch eine Krippe oder Tagesmutter betreut. In Deutschland seien die Kinderbetreuungskosten zwar steuerlich absetzbar, aber die Steuerersparnis sei deutlich kleiner als die Betreuungszuschüsse in Frankreich. Recht auf Karriere Fachleute von Connexion-Emploi, einer führenden deutsch-französischen Jobbörse, kommen außerdem zu dem Ergebnis, dass ein wesentlicher Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland zunächst einmal auch die Einstellung gegenüber erwerbstätigen Müttern sei. In Frankreich sei es selbstverständlich, dass Mütter voll erwerbstätig sind und ein Recht auf eine eigene Karriere haben. Statt in Folge dessen die Männer in die Erziehung der Kinder stärker miteinzubeziehen, werde die Kinderbetreuung „ausgelagert“. So sei es Tradition, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Wesentlichen eine Angelegenheit des Staates ist. Die Bedingungen für die Berufstätigkeit von Müttern würden in Deutschland außerdem dadurch erschwert, dass in den letzten Jahren verstärkt der Niedriglohnsektor ausgebaut worden sei (traditionell sind hier deutlich mehr Frauen als Männer beschäftigt), wodurch Frauen stärker in geringfügige Beschäftigungsverhältnisse gedrängt worden seien. Auf diese Weise hätten viele Frauen in ihrer Familie höchstens die Rolle der Dazu-Verdienerin. 46 w.news MAI 2016

Reichweite: Platz 1 Berufliche Pflichtlektüre: Platz 1 Mittelstandsrelevanz: Platz 1 REM 2015 Die neue Reichweitenstudie Entscheider im Mittelstand Tel.: 0611 23 668-0 www.ihkzeitschriften.de * Quelle: Reichweitenstudie Entscheider im Mittelstand 2015, TNS Infratest/DIHK. Informationen zur Studie, MDS Online und Download der Berichtsbände: www.entscheider-mittelstand.de AZV IHK Kombi-Südwest Tel.: 07221 21 19-0 www.ihk-zeitschriften.de

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