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Digitalisierung | w.news 05.2016

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05.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Digitalisierung • Kind + Beruf • Advertorial B4B Themenmagazin

dossier K I N D + B E R

dossier K I N D + B E R U F KINDER, KOHLE, KARRIERE In Zeiten des demografischen Wandels und dem damit verbundenen Fachkräftemangel wird das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einem beschäftigungspolitischen „Muss“, wenn es gelingen soll das Potenzial vor allem von Frauen für den Arbeitsmarkt nutzbar zu machen. Das haben längst auch andere Staaten erkannt. Ein Blick über den Tellerrand: VO N M AT T H I A S M A R Q U A R T So ist Norwegen über die Landesgrenzen bekannt für seine familienfreundliche Arbeitspolitik. Da sind zum einen die großzügigen Regelungen zur Elternzeit, zusätzliche Krankmeldungstage, wenn das Kind erkrankt ist, sowie eine große gesellschaftliche Toleranz für Väter und Mütter, die die Logistik zwischen Familie und Job managen. Zum anderen ist das Betreuungsangebot mit Ganztagsschulen und -kindergärten auf die Arbeitswelt abgestimmt. Väter und Mütter arbeiten glei - cher maßen und gleichberechtigt Vollzeit, Teilzeitangebote sind selten. So konnte sich in den vergangenen 20 Jahren eine nahezu eman zi pier te Arbeitswelt entwickeln. Julia Fellinger, Leiterin PR & Kommunikation bei der AHK Norwegen: „Meines Erachtens besteht der größte Unterschied in der gesellschaftlichen Akzeptanz dessen, was die Solidargemeinschaft als ihre wichtigste Aufgabe erachtet. Norwegen war allerdings nicht immer auf diesem Weg, sondern hat in den siebziger Jahren die Notwendigkeit erkannt, als kleines Land nicht auf die Hälfte seiner Arbeitskraft, nämlich die der Frauen, verzichten zu können und deshalb mussten Maßnahmen initiiert werden, die dem damaligen Trend entgegensteuerten.“ Die Sozialdemokratie mit dem Wohlfahrtsprinzip bildet dabei das theoretische Fundament zu der heutigen Entwicklung. Ähnlich wie in der ehemaligen DDR hat der Staat schon sehr früh die Kinderbetreuung zu einer seiner wichtigsten Aufgaben erklärt. Fellinger: „Andererseits muss man auch einschränkend hinzufügen, dass knapp 30 Prozent der Beschäftigten in Norwegen direkt oder indirekt im öffentlichen Dienst tätig sind.“ Licht und Schatten Die Stärke des norwegischen Systems wird gestützt durch den Reichtum des Landes. Norwegen kann sich dieses System schlichtweg leisten, da konjunkturelle Schwankungen den Staatshaushalt nicht direkt belasten, weil dann auf die Ressourcen aus dem milliardenschweren Pensionsfonds zurückgegriffen werden kann. Eine weitere Stärke ist, dass das System weitgehend gerecht ist, da alle Bürger auf die eine oder andere Weise diese Leistungen in Anspruch nehmen und in der Bevölkerung auch ein einheitlicher Konsens dazu besteht. Indi vi - duelle Familienkonzepte, die diesem gesellschaftlichen Konsens entgegenlaufen, haben es allerdings schwer, sich in Norwegen zu behaupten. Die Akzeptanz gegenüber Müttern, die zu Hause bleiben und Kindern, die das breit gefächerte Nachmittagsangebot nicht annehmen, ist sehr gering und gilt als sozial wenig toleriert. Julia Fellinger: „Die Freiheit, sich zwischen Familie und Beruf oder eben nur Familie entscheiden zu können fehlt. Das ist ohne Zweifel eine Schwäche des Systems.“ Hoch entwickeltes System der Kinderbetreuung Auch Dänemark ist ein sehr familienfreundliches Land. Es hat mit die höchs - te Quote an erwerbstätigen Frauen – etwa 75 Prozent von ihnen sind auf dem Arbeitsmarkt. Es ist dementsprechend völlig normal, dass in einer Familie beide Elternteile arbeiten. Das geht einher mit einem hoch entwickelten System der Kinderbetreuung. Die Kinder kommen mit einem Jahr in die Kindertagesstätte und nach der Schule werden sie am Nachmittag betreut. Das macht die Vereinbarkeit 44 w.news MAI 2016

K I N D + B E R U F von Familie und Beruf möglich. Reiner Perau, Geschäftsführer der AHK Dänemark, sieht nur Stärken im dänischen System, das – vor allem im Hinblick auf die demografische Entwicklung – gut organisiert sei: „Die Arbeitgeber sind auf Familie und Kinder eingestellt. Der Arbeitstag in Dänemark endet zwischen 16 und 17 Uhr, damit die Väter oder die Mütter ihre Kinder abholen können. Dies gilt auf allen Organisationsebenen, das heißt auch männliche Geschäftsführer bleiben im Bedarfsfall zu Hause, um sich um ein krankes Kind zu kümmern. Das wird auch dadurch möglich, dass Arbeiten von zu Hause normal und akzeptiert ist.“ Leistungsfähig, allumfassend und beliebt Und was zeichnet Schweden in Bezug auf die Vereinbarkeit von Kind, beziehungsweise Familie und Beruf aus? Frank Luthardt, Webredakteur und Presse spre - cher der Deutsch-Schwedischen Handelskammer in Stockholm berichtet: „Im Allgemeinen lassen sich Familie und Beruf in Schweden gut miteinander vereinbaren. Die Regelungen für Elternzeit und Elterngeld sind großzügig und flexibel, die öffentliche Kinderbetreuung ist gut ausgebaut und es herrscht von Seiten der Arbeitgeber großes Verständnis für die Bedürfnisse der Eltern. Es ist zum ▼ MAI 2016 w.news 45

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