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Digitalisierung | w.news 05.2016

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05.2016 | Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: • Digitalisierung • Kind + Beruf • Advertorial B4B Themenmagazin

einem Fehler die Daten

einem Fehler die Daten des betroffenen Kfz an den Hersteller sendet, damit diese ausgewertet werden können, der Schrotthändler seine Geschäfte an einer Terminbörse in Millisekunden abschließen muss, der Hotelier seine Onlinebuchung und -bewertung entgegennimmt, die sich in Elternzeit befindenden Mitarbeiter eines Unternehmens gerne ein paar Stunden in der Woche im Home-Office arbeiten würden, die geschulte Pflegekraft auf dem Land den Arzt per Videochat konsultiert, der Servicetechniker per SmartGlass mit dem Entwickler am Hauptsitz verbunden ist oder die Maschine in Brasilien ans Hauptwerk meldet, dass die Nutzungsintensität höher ist als erwartet und da her eine Wartung besser vorgezogen werden sollte. Der Bedarf und mittlerweile auch die Notwendigkeit einer schnellen Anbindung sind omnipräsent und gerade für den ländlichen Raum eine große Heraus forderung. Neben der bekannten Wertschöpfungskette finden sich Un ter nehmen heute in Datenketten wieder, in denen man mitunter konstant und in Echtzeit mit Kunden, Lieferanten und allen Maschinen dazwischen verbunden ist. Wer dies nicht leisten kann ist raus. Das Ziel der Bundesregierung „flächendeckende Breitbandinfrastruktur mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s bis 2018“ wäre für viele Betroffene zwar bereits eine Verbesserung, geht aber an der Realität und Zukunft vorbei. Zudem ist selbst nach den Zielen der Bundesregierung für 2018 aktuell noch jeder dritte Haushalt in der Region Heilbronn-Franken unterversorgt. Symmetrie ist gefragt – Download ist nicht alles Nach einer Studie des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg (MLR 2014) besitzt jedes zweite Unternehmen eine Downloadrate von nur sechs Mbit/s. Knapp 60 Prozent der Unternehmen haben einen Upload von maximal zwei Mbit/s. Dies bedeutet, dass 60 Prozent der Unternehmen fünf Stunden benötigen, um die Datenmenge einer DVD für Kunden oder Zweigstellen zur Verfügung zu stellen. Und dies nur, wenn gleichzeitig kein anderer Mitarbeiter auf das Internet zugreift. Anbindungsraten Glasfaseranbindung – das Rückgrat für Breitband.

T I T E L ”Die kleinen und mittleren Unternehmen im ländlichen Raum sind auf eine gute Internet- Anbindung angewiesen. “ die heute mitunter schon bei privaten Haushalten zu „Standortentscheidungen“ führen. Bedarf und Angebot klaffen auseinander Für eine Vielzahl von Anwendungen, wie die Anbindung von verschiedenen Standorten ist eine symmetrische Anbindung (Downloadrate ≈ Up load ra te) erforderlich. Somit verwundert es nicht, dass laut Studie des MLR bereits heute jedes zweite Unternehmen eine symmetrische Anbindung von mehr als 25 Mbit/s benötigt und 2018 bereits neun von zehn Unternehmen eine symmetrische Anbindung über 25 Mbit/s benötigen werden. Bedarf und Angebot klaffen hier weit auseinander. Realität überholt Politik Auch die Anforderung an die Down - load geschwindigkeit wird 2018 im Schnitt bei 169 Mbit/s liegen und somit um Faktor Drei über den geforderten Raten der digitalen Agenda. Hier überholt die Realität die Politik. Klar muss aber auch sein, dass Anforderungen an symme - trische Anbindungen, gesicherte Bandbreiten, Latenz, Jitter, statische IP-Adressen, Service Level und Co. nicht für ein Taschengeld von 19,99 Euro zu haben sind. Keine ausreichende Anbindung zu haben, muss sich ein Unternehmen aber auch erstmal leisten können. Kapitalkräftige Unternehmen haben dies längst erkannt und teilweise auf eigene Kosten einen Glasfaserzugang gelegt. KMU können dies alleine nicht stemmen. Selbst Unternehmen, die bisher für sich noch keine Mangelversorgung fest stellen, sollten prüfen, welche Vorteile Breitbandanschlüsse für das eigene Geschäftsmodell heute und in Zukunft haben könnten. In den letzten Jahren haben etliche Kommunen den schnellen Breitbandausbau als Chefsache erkannt. Wer noch keine Glasfaser bis in die Häuser und Unternehmen gelegt hat, wird auch künftig noch viel Nachrüstbedarf haben. Tipps für Unternehmen, die eine schlechte Internetverbindung haben, wurden in einem IHK-Merkblatt „Breitband-Merkblatt für Unternehmen“ zusammengefasst. Das Merkblatt gibt es auch im Internet: WAS IST BREITBAND? Unter „Breitband“ versteht man die Möglichkeit der Übertragung größerer Datenmengen, unabhängig von der Technik, mit der dies geschieht. Es existiert keine einheitliche Definition, ab welcher Verbindungsgeschwindigkeit von „Breitband“ gesprochen wird. Beim Breitbandatlas der Bundesregierung beginnt die Breitbandanbindung für Haushalte ab einem Mbit/s (Download) und für Unternehmen ab zwei Mbit/s (symmetrisch). KONTAKT Kai Plambeck IHK-Referent Innovation Abteilung Standortpolitik Telefon 07131 9677-297 E-Mail kai.plambeck@heilbronn.ihk.de ZAHLEN • DATEN • FAKTEN æLaut DIHK-Unternehmensbarometer 2015 beeinflusst die Digitalisierung 94 Prozent der Unternehmen. æEine Studie des Landes hat 2014 gezeigt: Für 95 Prozent der Unternehmen gab/ gibt es Konsequenzen aus einer unzureichenden Breitbandversorgung. æ2005–2010 hat sich die über Breitbandanschlüsse transportierte Datenmenge auf 3,2 Milliarden GB mehr als ve rdrei - facht (Bundesnetzagentur Jahresbericht 2010). Mit knapp 9,3 Milliarden GB 2014 hat sich die Datenmenge in den letzten Jahren nahe zu linear weiterent - wickelt. Dabei ist IP-TV nicht mit einberechnet. (Bundesnetzagentur Jahresbericht 2014). æParallel läuft aber ein rasant wachsendes Datenvolumen über mobile Endgeräte. 267 Millionen GB 2013 auf 393 Mil - lionen GB 2014 – ein Anstieg um fast 50 Prozent in nur einem Jahr. æEine Studie im Auftrag der Bundesärz - tekammer zeigt, dass 87 Prozent der Ärzte eine starke Zunahme im Bereich der Tele medizin sehen. Gerade im ländlichen Raum ist dies ein wichtiges Thema. www.heilbronn.ihk.de Dok.-Nr.: SPO007367 MAI 2016 w.news 19

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