Aufrufe
vor 4 Wochen

BEST PRACTICE| w.news 06.2020

  • Text
  • Finanzierung
  • Gemeinsam
  • Practice
  • Best
  • China
  • Jubillaeum
  • Termine
  • Stark
  • Corona
  • Wirtschaft
  • Philipparchitekten
  • Optima
  • Mitarbeiter
  • Masken
  • Deutschland
  • Region
  • Krise
  • Juni
  • Unternehmen
06.2020 | w.news Wirtschaftsmagazin der IHK Heilbronn-Franken. Themen: BEST PRACTICE • Advertorial B2B Themenmagazin: 40 Jähriges Jubiläum • Starke Unternehmen • BesteSeiten.de • Termine und Kleinanzeigen • Stellenanzeigen

06.2020

06.2020 B2B THEMENMAGAZIN STARKE UNTERNEHMEN US-SONDERZÖLLE TREFFEN IMMER STÄRKER FAMILIEN- UNTERNEHMEN EU-Ausgleichsfonds kann Chancengleichheit herstellen. Die von den USA verhängten Straf- und Ausgleichszölle führen bei europäischen Familienunternehmen zu erheblichen Wettbewerbsnachteilen. Eine Studie der Stiftung Familienunternehmen kommt zum Ergebnis, dass der Handelsstreit zwischen den USA und der Europäischen Union inzwischen auf Branchen übergreift, die mit dem ursprünglichen Handelskonflikt nichts zu tun haben. Familienunternehmen sind von den US-Ausgleichszöllen am stärksten betroffen. „In Zukunft ist häufiger damit zu rechnen, dass handelspolitische Streitigkeiten Kollateralschäden in unbeteiligten Sektoren hervorrufen“, warnen die Studienautoren. Die Forscher empfehlen deswegen einen europäischen Ausgleichsfonds für Unternehmen aus der EU. In der Untersuchung werden die Folgen der US-Ausgleichszölle wegen unerlaubter Subventionen für das europäische Gemeinschaftsunternehmen Airbus analysiert. Die US-Sonderzölle von 15 bis 25 Prozent treffen neben dem europäischen Flugzeugsektor in besonderer Weise den Werkzeug- und Fahrzeugbau sowie Erzeuger von Nahrungsmitteln sowie Likören und Branntweinen. Wegen der Airbus-Sonderzölle gingen die deutschen Güterexporte um jährlich rund 650 Millionen Euro zurück. Insgesamt beträfen die Zölle ein Handelsvolumen von 8,4 Milliarden Euro, davon entfällt mehr als ein Fünftel auf deutsche Unternehmen. Die Europäische Kommission solle dringend Abwehrmaßnahmen einleiten, empfehlen deswegen die Studienautoren Prof. Gabriel Felbermayr, Ph.D (IfW Kiel) und Prof. Dr. Christoph Herrmann (Universität Passau). Sie schlagen einen finanziellen Ausgleich für die betroffenen Unternehmen vor. Ein entsprechender Kompensationsmechanismus sollte aus beihilferechtlichen Gründen auf EU-Ebene angesiedelt sein. Länder wie die USA und China verfügen bereits über entsprechende Instrumente. In Europa fehlt eine Regelung, wie diese Kollateralschäden bei an sich völlig unbeteiligten Unternehmen ausgeglichen werden. „Für die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie ist ein funktioniererender Welthandel entscheidend“, sagt Professor Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die globalen Handelskonflikte zunehmen. Die Schaffung eines Ausgleichsmechanismus kann dazu beitragen, dass die EU in Handelsstreitgkeiten glaubwürdiger auftreten kann. Der beste Ausgleichsmechanismus bleibt aber der, der nicht aktiviert werden muss. Das Hauptziel muss darin bestehen, zu einem funktionierenden Handelsregime im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO zurückzukehren.“ In der Studie wird ausgeführt, dass Sonderzölle zu erheblicher Unsicherheit bei den Unternehmen führen. Die Höhe der Zölle liegt nicht fest, sondern kann einseitig von den USA erhöht werden. Die Unsicherheit über das Zollregime schränke den Handel oft stärker ein als die Zölle selbst, so die Autoren. Von den Sonderzöllen wegen Airbus ist mit einem Exportvolumen von rund drei Milliarden Euro am stärksten die europäische Flugzeugindustrie betroffen. An zweiter Stelle stehen Likör- und Branntweinhersteller mit einem Exportvolumen von knapp zwei Milliarden Euro. Die US-Zölle werden beispielsweise auf schottischen Whisky angewendet, treffen aber in starkem Maße auch deutsche Likör- und Branntweinhersteller, darunter zahlreiche Familienunternehmen. konzipieren, umsetzen, betreuen allnatura in Heubach Büro- und Ausstellungsgebäude Sie erhalten ein erfolgreiches Konzept mit dem perfekten Gebäude. • Fachplanung Ingenieurholzbau • Industrie- und Gewerbehallen • Büro- und Austellungsgebäude • Sport- und Veranstaltungshallen • Reitsportanlagen • Mehrgeschossige Wohngebäude Harley Davidson in Schwäbisch Gmünd Werkstatt, Ausstellungs- und Bürogebäude SCHLOSSER® Industriestraße 17-23 73489 Jagstzell Tel. +49 7967 90 90 - 0 info@schlosser-projekt.de www.schlosser-projekt.de

B2B THEMENMAGAZIN 06.2020 STARKE UNTERNEHMEN Die Forscher beobachten, dass in der Krise die Exportrestriktionen zunehmen. So hätten mehr als 50 Länder bei kritischen Medizinartikeln wie beispielsweise Schutzmasken Exportkontrollen eingeführt. Die Wissenschaftler empfehlen, dass die EU-Mitgliedstaaten Abstand von Exportbeschränkungen nehmen. Bei einer Pandemie werde eine höhere Liefersicherheit nicht mit der Renationalisierung der Produktion erreicht, sondern mit einer stärkeren Diversifizierung der Beschaffungssysteme und einer höheren nationalen Lagerhaltung. Das gelte auch auf Unternehmensebene: Die Unternehmen seien am widerstandsfähigsten, die über eine global diversifizierte Lieferkette verfügten. Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse 1. Die Welthandelsordnung ist im Umbruch. Viele Staaten und Staatenverbünde, auch die Europäische Union, verwenden handelspolitische Instrumente, um außen-, industrie-, sicherheits-, umwelt- oder menschenrechtspolitische Interessen zu verfolgen. Damit gehen häufig Schäden für Importeure und Exporteure einher. Dieser Umstand wirft die Frage nach Kompensation auf. 2. Im Fall der von den USA verhängten WTO-rechtmäßigen Zusatzzölle in Folge der Streitigkeiten über Subventionen an den europäischen Flugzeughersteller Airbus zeigt sich, dass mehr als ein Drittel der betroffenen deutschen Exporte in die USA außerhalb des Flugzeugsektors liegen. 3. Weder für die aus WTO-rechtmäßigen noch aus WTO-rechtswidrigen US-Zollmaßnahmen resultierenden Schäden für deutsche Exporteure ergeben sich Rechtsansprüche auf Ersatz beziehungsweise Entschädigung gegen die USA, die Europäische Union oder die Bundesrepublik Deutschland. Es bedarf daher der Schaffung eigenständiger Kompensationsmechanismen. 4. Ein solches Kompensationsinstrument hätte neben dem Lastenausgleich den Vorteil, dass die EU in internationalen Handelsstreitigkeiten glaubwürdiger auftreten kann. Die Einrichtung eines Kompensationsinstruments würde mithin auch die existierende Asymmetrie beseitigen, die darin besteht, dass Systemrivalen wie die USA oder China über solche Instrumente verfügen. 5. Für die Einführung von Kompensationsmechanismen auf nationalrechtlicher Ebene müssten Anpassungen des europäischen Beihilferechts vorgenommen werden. Auf EU-Ebene kommt die sekundärrechtliche Neueinrichtung eines Fonds infrage, der ähnlich wie der Europäische Globalisierungsfonds konstruiert werden könnte. 6. Die rechtstechnische Ausgestaltung eines Ausgleichsfonds für EUansässige Unternehmen, die bei der Ausführung der gemeinsamen Handelspolitik unverschuldet Schäden erleiden, wirft WTO-rechtliche Probleme auf, die allerdings überwunden werden können. www.familienunternehmen.de 46 Steuer-Tipp Überlassung eines betrieblichen Fahrrads Die Überlassung eines betrieblichen Fahrrads, dessen Motor keine Geschwindigkeiten über 25 km/h unterstützt, ist steuerfrei gestellt, falls sie zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt wird. Die Regelung gilt für die Jahre 2019 bis 2030. Sie ist auch für die private Nutzung eines betrieblichen Fahrrads durch Einzelunternehmer und Personengesellschaften anwendbar. Kanzlei Dr. Thomas Kegel Fichtestraße 13 74074 Heilbronn Tel. 07131 7853-0 Fax 07131 7853-90 info@kanzlei-kegel.de www.drkegel.de

w.news Wirtschaftsmagazin

BEST PRACTICE| w.news 06.2020
CORONA FORDERT UND FÖRDERT| w.news 05.2020
BÜROKRATIEABBAU MIT SINN UND VERSTAND| w.news 04.2020
KRISEN ERKENNEN - FINANZIERUNG SICHERN| w.news 03.2020
KREATIVE NACHHALTIGKEITSKONZEPTE ALS CHANCE| w.news 02.2020
GIGABIT-ALLIANZ GEFORDERT| w.news 01.2020
IM REICH DER LÖWEN - GRÜNDERLAND BADEN-WÜRTTEMBERG| w.news 12.2019
VOM ÜBERWINDEN VON WIDERSPRÜCHEN| w.news 11.2019
NOTFALLPLANUNG - SICHERUNG DES UNTERNEHMENS| w.news 10.2019
GIGABIT - ALLIANZ GEFORDERT| w.news 09.2019
WIRTSCHAFT FOR FUTURE| w.news 07./08.2019
BUGA – GARTEN, GASTRO & GEWERBE| w.news 06.2019
EUROPA 2019| w.news 05.2019
AUTONOMES FAHREN| w.news 04.2019
FACHKRÄFTEGEWINNUNG| w.news 03.2019
DATENSICHERHEIT MIT BLOCKCHAIN-TECHNOLOGIE| w.news 02.2019
ARBEITSWELT 4.0 SCHAFFEN WIR| w.news 01.2019
DIE ENERGIEWENDE. SCHÖNE BESCHERUNG FÜR UNTERNEHMEN| w.news 12.2018
HANDEL IM WANDEL| w.news 11.2018
WEGE IN DIE SELBSTSTÄNDIGKEIT| w.news 10.2018
DIGITALISIERUNG DER ENERGIEWENDEN| w.news 09.2018
HEILBRONN-FRANKEN – EINE REGION IN BEWEGUNG| w.news 07/08.2018
HANDELSKRIEGE – EINE SCHLECHTE IDEE| w.news 06.2018
UNTERNEHMENSKULTUR UND FÜHRUNG| w.news 05.2018
CYBERANGRIFFE| w.news 04.2018
FACHKRÄFTEMANGEL REDUZIEREN| w.news 03.2018
BREXIT UND ZOLL| w.news 02.2018
WÜNSCHE UND FORDERUNGEN DER WIRTSCHAFT AN DIE POLITIK| w.news 01.2018
START-UPS | w.news 12.2017
MOBILITÄTSKONZEPTE DER ZUKUNFT | w.news 11.2017
MOBILITÄT IM WANDEL | w.news 10.2017
IHK-WAHL | w.news 09.2017
DIGITALISIERUNGSREALITÄTEN IN KMU | w.news 07-08.2017
HEILBRONNER WEG | w.news 06.2017
BILDUNGSMESSE | w.news 06.2017
LEBEN 4.0 | w.news 06.2017
VERKEHRSINFRASTRUKTUR | w.news 03.2017
ARBEITEN 4.0 | w.news 02.2017
UNTERNEHMENSNAHE DIENSTLEISTUNGEN | w.news 01.2017
ENERGIE + UMWELT | w.news 12.2016
INFORMATIONSSICHERHEIT| w.news 11.2016
FORSCHUNG + ENTWICKLUNG | w.news 10.2016
Exportregion Heilbronn-Franken | w.news 09.2016
Flüchtlinge | w.news 07-08.2016
Holzwirtschaft | w.news 06.2016
Digitalisierung | w.news 05.2016
CSR – Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung | w.news 04.2016
Konjunktur | w.news 03.2016
Fair Trade | w.news 02.2016
Flüchtlinge | w.news 01.2016
Digitalisierung | w.news 12.2015
Kreativwirtschaft | w.news 11.2015
Technologietransfer| w.news 10.2015
Trends in der Personalarbeit| w.news 09.2015
Duale Ausbildung | w.news 07-08.2015
Inklusion + Integration | w.news 06.2015
Diversität| w.news 05.2015
Exportregion Heilbronn-Franken| w.news 04.2015
Bildungsmesse Heilbronn | w.news 03.2015
Recycling + Upcycling | w.news 02.2015
Technologie der Zukunft | w.news 01.2015
Saisongeschäft | w.news 12.2014
Familienunternehmen | w.news 11.2014
Heilbronner Weg | w.news 10.2014
Mode & Design | w.news 09.2014
Freizeit & Tourismus| w.news 07-08.2014
Kult(o)ur | w.news 06.2014
Stadtentwicklung | w.news 05.2014
Wirtschaftskriminalität | w.news 04.2014
Kommunikation | w.news 03.2014
Patente + Erfinder | w.news 02.2014
Wirtschaftsfaktor Automobil | w.news 01.2014
Exportregion Heilbronn-Franken | w.news 12.2013
Datenschutz | w.news 11.2013
Energie | w.news 10.2013
Technologietransfer in der Wirtschaft | w.news 09.2013
Sponsoring | w.news 07-08.2013
Forschen, Entwickeln - Querdenken | w.news 06.2013
Investieren in Wachstum | w.news 05.2013
IHK-Bildungsmesse | w.news 04.2013
Handel goes mobile | w.news 03.2013
IHK-Jahresthema: Infrastruktur - Wege für morgen | w.news 02.2013
Lifestyle & Design | w.news 01.2013
Kommunikation im Unternehmen | w.news 12.2012
Hightech-Region Heilbronn-Franken | w.news 11.2012
Bildungslandschaft Heilbronn-Franken | w.news 10.2012
IHK-Wahl zur Vollversammlung | w.news 09.2012
Freizeit, Tourismus, Kultur | w.news 07-08.2012
10 Jahre IHK-Bildungsmesse | w.news 06.2012
Frauenpower - weibliche Führungskräfte | w.news 05.2012
Online-Handel | w.news 04.2012
Konjunktur in der Region | w.news 03.2012
Energie + Rohstoffe für morgen | w.news 02.2012
Kreative in der Region | w.news 01.2012
Werbung + Kommunikation | w.news 12.2011

Über uns


Monatlich erscheint das von der IHK Heilbronn-Franken herausgegebene und von uns verlegte Wirtschaftsmagazin w.news, das unser Advertorial B4B Themenmagazin (bis 12.2015 Verlagsjournal wirtschaftinform.de) zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen enthält. Das Wirtschaftsmagazin w.news wird hier gleichzeitig als Online-Magazin publiziert.